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Greifswald Mehr Geld durch Umzug
Vorpommern Greifswald Mehr Geld durch Umzug
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07:27 22.04.2013
Senator Erik von Malottki setzt auf Werbung für Greifswald. Quelle: Anke Lübbert

Univerwaltung und Studenten wollen gemeinsam um mehr Kommilitonen mit Erstwohnsitz werben. Dazu soll zunächst ein Konzept erarbeitet werden. Das ist das Ergebnis der Diskussion auf der letzten Sitzung des Akademischen Senates.

Gelingt es tatsächlich, mehr Kommilitonen für Greifswald als Erstwohnsitz zu begeistern, dann zahlt sich das in barer Münze aus. Laut Bericht des Rektorats flossen über die Wohnsitzprämie für das Wintersemester 2012/13 immerhin 43 000 Euro nach Greifswald, und für das Sommersemester 2012 waren es 1000 Euro.

Der Hintergrund: Seit Anfang 2010 haben die Unis im Land Anspruch auf Prämien für Studenten, die ihren Erstwohnsitz nach MV verlegt haben. Das hatte der Landtag im Dezember 2009 beschlossen.

Mecklenburg-Vorpommerns Kasse profitiert ebenfalls, und zwar über den Länderfinanzausgleich. Die Ernst-Moritz-Arndt-Universität sollte als Träger eines Modellprojektes Vorreiter im Lande sein. Doch das Modell zur Erfassung der Daten erwies sich als zu kompliziert. Auch jetzt war im Verwaltungsbericht von einem relativ hohen Aufwand die Rede. Die Daten von 28 Umlandgemeinden wurden einbezogen.

Bei der nächsten Erfassung soll das elektronische Melderegister der Datenverarbeitungszentrale MV genutzt werden.

Die Erfassung ist die eine Seite, die Werbung die andere, meint der studentische Senator Erik von Malottki. „Die Kampagne der Verwaltung ist ausbaufähig“, erklärt er. Viele Studenten wüssten gar nichts von der Erstsemesterprämie. Dabei haben sie selbst einen Vorteil. 75 Prozent der Gelder sind für bessere Lernbedingungen in dem jeweiligen Fach einzusetzen. Da Greifswald seine Umzugsbeihilfe für Erstwohnsitznehmer wieder einführt, sei auch von dieser Seite ein Schub zu erwarten. „Für die Philosophische Fakultät zählt jeder Euro“, sagte der Student der Geschichte und Politikwissenschaften. Kanzler Wolfgang Flieger regte daraufhin an, dass allen Neuen bei der Erstsemesterwoche auch die Meldestelle gezeigt wird.

eob

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