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Greifswald Mensa am Schießwall: Käufer müsste Millionen reinstecken
Vorpommern Greifswald Mensa am Schießwall: Käufer müsste Millionen reinstecken
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00:01 07.02.2018
Die Mensa am Schießwall wurde vor über 40 Jahren eingeweiht. Quelle: Foto: Peter Binder

Die Zukunft der Unimensa am Schießwall samt Mensaclub, Studierendenwerk, Bafög- Stelle und weiteren Beratungseinrichtungen ist ungewiss.

Wir benötigen ein Gebäude in der Nähe des Campus für unseren Service. Cornelia Wolf-Körnert Studentenwerk Quelle: Foto: Peter Binder

Die Essenausgabe und die Cafeteria schließen voraussichtlich Ende Februar. Das teilt Cornelia Wolf-Körnert, die Geschäftsführerin des Greifswalder Studierendenwerks, mit. „Wir planen noch eine Abschiedswoche mit den Hits der letzten 40 Jahre.“ Ab dem Sommersemester übernimmt die neue Mensa am geisteswissenschaftlichen Campus Loefflerstraße (Lohmeyerplatz) die Versorgung der Studenten, Mitarbeiter und Gäste. „Unser Plan sieht die Fertigstellung der Mensa auf dem Lohmeyercampus bis Mitte März vor“, sagt Christian Hoffmann, der Sprecher des Betriebs für Bau und Liegenschaften. Was dann aus der alten Mensa wird, ist noch unklar.

Sie ist Eigentum der Hochschule, wird jedoch nicht für Forschung und Lehre benötigt. Vor zwei Jahren wurde eine Senatskommission gebildet, die Vorschläge für die zukünftige Nutzung vorlegen sollte.

Bislang hat sie keine Ergebnisse vorgelegt. Der zuständige Vizekanzler Peter Rief hält einen Verkauf für eine gute Option. Nach OZ-Informationen gibt es bereits Interessenten aus der Kreativwirtschaft. Beispielsweise kommen Büros für Existenzgründer infrage. Die Lage spricht dafür. Auch ein Hotelinteressent soll schon vorgesprochen, jedoch wieder Abstand genommen haben. „Der Sanierungsstau ist groß“, erinnert Rief. Schätzungen gehen davon aus, dass eine umfassende Sanierung zwölf Millionen Euro kosten würde. Das Gebäude besteht immerhin aus 400000 Tonnen Beton.

Längst zu den Akten gelegt sind die jahrelang verfolgten Pläne für eine Kulturmensa. Die Idee war, Clubs, Vereinen, dem Studierendenwerk und dem Allgemeinen Studierendenausschuss eine Heimat zu bieten. Das ist zu teuer. Zuletzt schlugen studentische Senatoren einen Umbau zum Parkhaus vor (die OZ berichtete). Hierfür gibt es jedoch weder Pläne noch Interessenten.

„Vielleicht verkaufen wir auch nur einen Teil des Gebäudes“, sagt Rief. Dann könnten die 40 Mitarbeiter des Studierendenwerks für Bafög, Wohnen, soziale und psychologische Beratung, Rechnungswesen, EDV im Haus bleiben und müssten zumindest nicht kurzfristig umziehen.

Von den 7000 Quadratmetern Fläche des Hauses nutzt die Verwaltung des Studierendenwerks nur einen kleinen Teil. Laut Land stehen ihm 800 Quadratmeter zu.

Darum soll das Studierendenwerk ausziehen, um Betriebskosten zu sparen. „Wir haben keine eigenen Räume, in die wir ziehen könnten und sind darum auf die Universität angewiesen“, sagt Wolf-Körnert.

„Voraussetzung für uns ist dabei, dass die Räume in der Nähe des Campus liegen. Kurzfristig gäbe es aktuell keine Alternative zur Mensa am Schießwall.“

Mittelfristig kann das Studierendenwerk in die Domstraße 20/20a ziehen und dort auch weitere preisgünstige Studentenwohnungen schaffen. Aber vor etwa 2023 ist das nicht zu machen. Die jetzigen Nutzer der beiden historischen Gerichtsgebäude, die Juristen, müssen erst umziehen. Ihre künftige Heimstatt am Lohmeyercampus, die ehemalige Klinik für Innere Medizin, wird aktuell saniert und im Laufe des Jahres 2020 fertig. Erst danach kann ein Umbau der Gebäude in der Domstraße für das Studierendenwerk erfolgen.

Auch dem Mensaclub fehlt bislang eine Alternative. Der Club hat die alte Pharmakologie in der Loefflerstraße als neuen Standort vorgeschlagen. Für deren mit Sicherheit teure Sanierung ist indes vor 2020 auch kein Geld da.

Eckhard Oberdörfer

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