Menü
Ostsee Zeitung | Ihre Zeitung aus Mecklenburg-Vorpommern
Anmelden
Greifswald Merkel unterstützt trotz wenig Zeit Landratskandidaten
Vorpommern Greifswald Merkel unterstützt trotz wenig Zeit Landratskandidaten
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
15:20 28.01.2018
Bundeskanzlerin Angela Merkel mit dem Landratskandidaten der CDU, Michael Sack (r.), dem CDU-Kreisvorsitzenden Franz-Rober Liskow (2.v.l.) und dem Europaabgeordneten Werner Kuhn. Quelle: Peter Binder
Greifswald

Während des Neujahrsempfangs des CDU-Kreisverbandes Vorpommern-Greifswald mit der amtierenden Bundeskanzlerin Angela Merkel am Freitagabend im Greifswalder Kulturbahnhof sicherte sie Michael Sack als Kandidaten ihrer Partei für die Landratswahl im Mai Unterstützung zu. Sie wolle vor allem Kontakte zur Wirtschaft nutzen, um für den jetzigen Bürgermeister der Kleinstadt Loitz und Kreistagspräsidenten zu werben, sagte sie während des Empfangs. Die Gespräche, an denen auch Wirtschafts- und Gesundheitsminister Harry Glawe beteiligt war, ließen nicht lange auf sich warten. So traf Merkel mit Vertretern der Universitätsmedizin, Handwerkern und Geschäftsführern gut aufgestellter Unternehmen zusammen.

Während der Gespräche mit Vertretern der Wirtschaft brachte sie immer wieder Michael Sack ins Gespräch. Der CDU-Mann gilt über Parteigrenzen hinweg als kompetent.

Dringende Probleme wie Digitalisierung sofort angehen

Merkel hatte zuvor während ihrer Ansprache versichert, dass die Sondierungsgespräche eine gute Ausgangsbasis für die Koalitionsverhandlungen seien und sich sehr zuversichtlich geäußert. Die neue Regierung wolle drängende Probleme sofort angehen: Die Kanzlerin nannte dabei die digitale Ausstattung der über 40 000 Schulen in Deutschland ebenso wie die Aufwertung der ländlichen Räume. Notwendig sei auch ein Planungsbeschleunigungsgesetz für die Verkehrsinfrastruktur sowie die Netz- und digitale Infrastruktur. Es werde nach ihren Worten überall mehr Tempo benötigt.

Kritik an Ablegung des Namens Ernst Moritz Arndt

Kritische Worte waren während des Empfangs lediglich in Richtung der Uni zu hören. Angela Merkel zeigte kein Verständnis für den Entscheid des Senats der Uni Greifswald, den Namen Ernst Moritz Arndt abzulegen. Man respektiere damit nicht den Willen einer Mehrheit. In der heutigen Zeit sei es wichtiger denn je, den Zusammenhalt der Gesellschaft zu unterstützen. Mit der Namensablegung würden aber Risse vertieft. „Nach meiner Wahrnehmung hat der Name Arndt hier in Vorpommern einen guten Klang“, sagte die Kanzlerin.

15 Sorten Fingerfood für die Gäste

300 Gäste waren der Einladung in den Kulturbahnhof gefolgt, wo der Neujahrsempfang erstmals stattfand. Grund für die neue Lokalität war die Tatsache, dass die Stadthalle, wo sonst immer der Empfang stattfand, an diesem Abend bereits ausgebucht war. Das Ambiente war auch am neuen Veranstaltungsort stimmig. Das Team um Geschäftsführerin Lisa Büning und die Inhaber des Hauses, Stephan und Berit Grimm, hatte ein leckeres und sehr ansprechendes Büfett zusammengestellt. So gab es verschiedene Sorten Fingerfood zur Auswahl, von jeder Sorte waren 400 Stück zubereitet worden. Besonders das selbst gefertigte Sushi fand großen Zuspruch.

Cornelia Meerkatz

Mehr zum Thema

Der neue Kustos Thilo Habel schwärmt von den Beständen

24.01.2018
Greifswald Universität Greifswald - Streit um Arndt ist nicht zu Ende

Eine Woche nach der Entscheidung des Greifswalder Unisenats zur Trennung von Ernst Moritz Arndt als Patron der Hochschule kehrt keine Ruhe ein. Seine Befürworter planen neue Aktionen.

26.01.2018

Die Gemeinde Ostseebad Boltenhagen und die Kurverwaltung haben am Donnerstagabend in die Veranstaltungsscheune in Tarnewitz geladen.

25.01.2018
Usedom Monique Wölk mit großer Mehrheit nominiert: - SPD kürt Landratskandidatin in Anklam

Die 41-Jährige will im Fall ihrer Wahl neue Wege für den Landkreis beschreiten. Vor allem soll die Kreisumlage gesenkt werden, damit Kommunen mehr finanziellen Spielraum haben.

29.01.2018

Wenn die Schwester, der Bruder oder die Eltern künftig ihre Verwandtschaft in den Usedomer Kaiserbädern besuchen, müssen sie ab sofort Kurtaxe zahlen.

27.01.2018

„Ich will wieder gesund werden!“ So lautet der Herzenswunsch von Christiane Strehl aus Wolgast, die an einem lebensbedrohlichen Hirntumor erkrankt ist (die OZ berichtete).

27.01.2018