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Greifswald Wenig Begeisterung für Fusion im Umland Greifswalds
Vorpommern Greifswald Wenig Begeisterung für Fusion im Umland Greifswalds
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14:32 01.12.2018
Bürgermeister Gert-Christoph Seidlein vor dem Feuerwehrhaus Quelle: Eckhard Oberdörfer
Mesekenhagen

Im Dezember entscheidet sich, ob es ab den Kommunalwahlen 2019 eine Gemeinde Landhagen mit etwa 5100 Bürgern und einem hauptamtlichen Bürgermeister gibt oder nicht. Nur wenn alle vier Partner, also Mesekenhagen, Wackerow, Neuenkirchen und Levenhagen, Ja sagen, soll es zur Hochzeit kommen.

Levenhagens Parlament hat dem Vertrag letzte Woche zugestimmt wie zuvor auch das Neuenkirchener. Aber die Bürger dieser Gemeinde können die Entscheidung in einer Briefabstimmung kippen. Am letzten Freitag hatten laut Amt etwa 500 Neuenkirchener von ihrem Wahlrecht Gebrauch gemacht. Am 9. Dezember wird ausgezählt. Einen Tag später steht der Fusionsvertrag auf der Tagesordnung der Mesekenhäger Gemeindevertretersitzung. Nur dann, wenn die Neuenkirchener Bürger für Landhagen votieren, muss noch abgestimmt werden.

„Wenn es keine Fusion gibt, ist das kein Weltuntergang“, sagte Bürgermeister Geert-Christoph Seidlein auf der Einwohnerversammlung zum Fusionsvertrag am Freitagabend im Gemeindezentrum. „Aber die Probleme bleiben“ - vor allem fehlt Geld in den kommunalen Kassen.

Das Interesse der Bürger war gering, zieht man die Vertreter der Nachbarkommunen ab, dann wollten nur etwa 20 Bürger, inklusive der Gemeindevertreter, mitdiskutieren. Für Gemeindevertreter und Feuerwehrchef Willi Bernstein war die geringe Beteiligung eine große Enttäuschung.

Die anfangs ins Auge gefasste Fusion von acht Gemeinden habe man mit Bauchschmerzen gut gefunden, sagte Seidlein. Aber Dersekow und Diedrichshagen entschieden sich dagegen. Wackerows Gemeinderat favorisierte Greifswald, das Votum kippte ein Bürgerentscheid. Und in Neuenkirchen kippten die Bürger die Entscheidung des Gemeinderats per Bürgerentscheid.

Wackerow will noch Änderungen des Fusionsvertrags

In Runde zwei wanderte Dargelin Richtung Behrenhoff ab. Vier Partner blieben. „Jetzt haben wir deutlich mehr Bauchschmerzen“, verdeutlichte Geert-Christoph Seidlein. Aber Vorzüge wie mehr Gewicht gegenüber Greifswald und dem Kreis und eine professionelle Verwaltung würden bleiben. „Wir wollen ländlich verwaltet bleiben“, betonte der Bürgermeister. Man wolle nicht Stadtteil von Greifswald werden. Einwohner hatten indes auch Bedenken. So wird eine Dominanz Neuenkirchens, der „Greifswalder Schlafstadt“, befürchtet.

Die Gemeindevertretung des vierten Partners Wackerow tagt erst am 19. Dezember zum nächsten Mal. „Wir wollen mitmachen“, betont der stellvertretende Bürgermeister Karlheinz Tietze. Aber Ausschüsse und die Gemeindevertretung hätten den Vertragstext eingehend diskutiert. „Wir haben noch Änderungswünsche zum Vertrag“, sagt Tietze. „Aber zu denen haben sich die anderen noch nicht geäußert.“

Eckhard Oberdörfer

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