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Greifswald Mit Sandsäcken gegen die Flut
Vorpommern Greifswald Mit Sandsäcken gegen die Flut
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00:01 07.10.2016
Am Utkiek in Wieck peitschte das Wasser an der Seite kräftig über die Absperrung.

Erste Sturmflut abgewehrt: In Greifswald-Ladebow haben 34 Rettungskräfte am Mittwochabend einen noch unfertigen Deichabschnitt vor dem Einbruch bewahrt. Zwar schützte das geschlossene Sperrwerk in Wieck den Hafen und die Ortschaft vor einer Überflutung. Doch wenige hundert Meter weiter drohte Ungemach.

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In Greifswald-Ladebow musste die Feuerwehr einen Deichabschnitt sichern / Verwüstungen auf Usedom

Am nördlichen Deichabschnitt in Ladebow hatte anströmendes Wasser auf einer Länge von etwa 20 bis 30 Meter massiv Boden abgetragen. „Wir mussten die Anlage dort sichern. Das Wasser stieg noch. Es war zu befürchten, dass nahe Deichflächen abgespült und der nördliche Bereich von Wieck überflutet werden“, erklärte gestern Mathias Herenz, Abteilungsleiter der Greifswalder Feuerwehr. Über drei Stunden hinweg, bis 23 Uhr, packten 24 Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr Greifswald und des Technischen Hilfswerks sowie zehn hauptamtliche Kräfte der Berufsfeuerwehr Greifswald Sandsack an Sandsack vor den bedrohten Schutzdamm. Die Informationskette zur Deichwehr habe tadellos funktioniert, lobte gestern Fred Wixforth, Leiter des Tiefbau- und Grünflächenamtes. Zunächst seien sogenannte Bagger-Matratzen – Hartholzplatten, die mit schwerem Gerät befahren werden können – als Wellenbrecher im Uferbereich verlegt worden. Anschließend hätten die Hilfsleute eine Vliesbahn ausgelegt und mit Sandsäcken fixiert. Dabei konnten sie auf Baumaterial und -technik zurückgreifen, die an Ort und Stelle für den Deichbau gelagert wurden. Ein Vertreter der in diesem Bauabschnitt tätigen Firma habe die Deichsicherung maßgeblich unterstützt, hieß es gestern von der Stadt. Der zuständige Dezernent und 1. Stellvertreter des Oberbürgermeisters, Jörg Hochheim, übermittelte allen, die in Ladebow mitwirkten, seinen Dank. Einsatzkräfte der Berufsfeuerwehr waren auch in der Straße „An den Wurthen“ im Einsatz. Sie beseitigten einen Baum, den der Sturm derart stark beschädigt hatte, dass ein Umstürzen nicht auszuschließen war.

Auch in anderen Regionen des Landkreises ging der Sturm nicht folgenlos vorüber. Auf Usedom richtete er vielerorts Schäden an. In zahlreichen Orten der Insel heulten die Sirenen auf. Oft waren es nur umgestürzte Bäume, die beseitigt werden mussten. Die Ahlbecker Seebrücke musste am Brückenkopf gesperrt werden. Ihr Geländer war durch den Sturm beschädigt worden. An der Bansiner Steilküste wurde laut Bürgermeister Lars Petersen Sand abgetragen. In Koserow wehte ein Überstand von „Karls“ weg und demolierte einen daneben abgestellten Traktor. Kurz danach fiel in der Nähe der Seebrücke ein größerer Ast auf drei parkende Autos. Auf der Seebrücke in Zinnowitz wurden Bänke aus der Verankerung gerissen. In Zempin waren Feuerwehrleute damit beschäftigt, die Düne in der Nähe des Konzertplatzes zu schützen.

Hannes Ewert

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