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Greifswald Mit dem Stromer durch Greifswald
Vorpommern Greifswald Mit dem Stromer durch Greifswald
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00:00 21.07.2016

Die Stadtwerke Greifswald haben die OSTSEE-ZEITUNG zur Probefahrt mit einem E-Golf von Volkswagen eingeladen. Der Wagen hat überrascht – und verwundert zugleich.

Durch die blaue Linie am Scheinwerfer erkennt man E-Autos.

Parkplatz: Die größten Unterschiede zu konventionell angetriebenen Autos sind zu Beginn festzustellen: Nachdem der Schlüssel im Schloss umgedreht ist, kommt hinten keine Abgaswolke heraus – der VW kann deshalb auf einen Auspuff verzichten. Außerdem hört man nichts. Ein Elektromotor verursacht nicht nur keine CO2-, sondern auch keine Geräusch-Emissionen. „Selbst Katzen überhören den Wagen“, sagt Stadtwerkesprecherin Steffi Borkmann.

Gützkower Landstraße: Laut Display käme der vollgeladene Wagen 164 Kilometer. Kaum vom Hof runter und einmal die Gützkower Landstraße hoch, fehlen da aber schon mehrere Kilometer. Wie sich herausstellt, ist der Anzeige nicht zu vertrauen. „Sie zeigt die Reichweite je nach aktuellem Fahrverhalten“, klärt Borkmann auf. Wie beim Benziner gilt: Je schneller, desto mehr Verbrauch. Radio, Licht und Klimaanlage gehen ebenfalls zu Lasten der Batterie.

B 109: Die Beschleunigung des 115-PS-starken Boliden ist sehr ordentlich. Selbst wenn man von 80 auf 90 Kilometer pro Stunde beschleunigt, wird man noch leicht in den Sitz gedrückt. Das macht natürlich Spaß.

Weniger lustig ist die Tatsache, dass ein Stück Greifswalder Umgehungsstraße gleich mehr als 20 Kilometer Reichweite kostet, obwohl sie gar nicht so lang ist. Dafür liegt der Wagen gut auf der Straße. Lenkung und Bremsen sind sehr direkt. Ein gewöhnlicher VW Golf eben.

Anklamer Straße: Der Greifswalder Stadtverkehr bekommt dem Volkswagen besser. Sogar so sehr, dass die Reichweite im Laufe der Fahrt kurioserweise zu- anstatt abnimmt. Das Fahrgefühl ist sportlich solide, aber auch irgendwie putzig; der E-Golf rollt eher, als dass er fährt.

Zurück am Parkplatz: Die Probefahrt war etwa 20 Kilometer lang. Das Display sagt 38. Nun gut. Gründe, die gegen ein E-Auto sprechen, gibt es (noch) einige: teuer in der Anschaffung, wenig Reichweite und kaum Lademöglichkeiten – mangelnder Fahrspaß zählt nicht dazu.

Kai Lachmann

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