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Greifswald Mit der „Berta“ über den Bodden
Vorpommern Greifswald Mit der „Berta“ über den Bodden
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00:00 13.07.2016

Es gibt kaum einen passenderen Ort als die Hansestadt für einen Treffpunkt der Segler, denn von jeher ist die Geschichte Stralsunds mit der Segelschifffahrt verbunden. Deshalb heißt es vom 4. bis zum 7. August „Willkommen an Bord“ beim 3. Seglarträff.

Zehn schwedische und einheimische Traditionssegler werden dann an der Steinernen Fischbrücke und am Hansakai festmachen. „Auf ihnen können Interessenten mitsegeln oder sich einfach die Schiffe anschauen“, erklärt Wolfgang Michallik, Organisator und Chef der Veranstaltungsagentur Basic Events.

Zu den Hinguckern zählt mit Sicherheit die „Berta von Lassan“, die ihren Heimathafen in Greifswald gefunden hat. Die „Berta“, die bis 1952 noch ohne Maschine lief, wurde 1910 erbaut. Dass sie heute wieder mit vollen Segeln durch die Ostseeregion fährt, hat sie ihrem Kapitän Jörg Friedrich zu verdanken. Denn eigentlich lag das 16 Meter lange Schiff schon zur Verschrottung an Land, als Friedrich es im Jahr 1985 als Wrack erwarb. Bis 1999 wurde dieser Besanewer restauriert, heute können bis zu 20 Leute mit Kapitän Friedrich zu einem Törn in See stechen.

Eine spannende Geschichte rankt sich auch um die „Erna“, die Anfang August beim „Seglarträff“ dabei sein wird. Das Schiff aus dem Jahr 1904 mit holländischem Ursprung kam Ende der 40er-Jahre an die Küste Mecklenburg-Vorpommerns und war dort bis Anfang der 60er Jahre in der Küstenregion, auf den Boddengewässern und dem Haff unterwegs. Danach lag die „Erna“ als sogenannte „Sachsenpresse“ 40

Jahre auf dem Darß in Wieck im Hafen.

Den Namen erhielt sie durch den Aufbau von drei Ferienwohnungen. Seit 2008 hat der Verein Erna – Alte Schiffe in Vorpommern das Schiff wieder liebevoll aufgebaut. Heute hat es seinen Heimathafen in Altefähr.

Beim „Seglarträff“ werden die Ausflüge mit den Traditionsschiffen zu den Höhepunkten des Wochenendes gehören. Und während die Gäste die Kulisse der Hansestadt von der Wasserseite aus genießen können, werden Gästeführer an Bord spannende Erzählungen und Informationen zur Stadtgeschichte und regionalen Geografie zum Besten geben.

Wer den großen Trubel sucht, ist beim „Seglarträff“ fehl am Platz. Die Veranstalter setzen mit „gepflegter Gastronomie und einem Programm täglich von 12 bis 22 Uhr aus maritimer Musik, Blues, Jazz und Irish Folk eher auf Genuss und maritimes Flair“, erklärt Wolfgang Michallik. So wird der Sonnabendnachmittag von 14 bis 18 Uhr im Zeichen der Shantychöre, unter anderem der Prohner Hafengäng, stehen.

• Weitere Informationen zur Veranstaltung unter www.seglarträff.de

Miriam Weber

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