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Greifswald Mittelalterlich zweideutig
Vorpommern Greifswald Mittelalterlich zweideutig
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04:58 15.04.2013

Eine Frau, die Jungfrau und Mutter zugleich ist, ein Mann, der Mensch und Gott in einem ist. Wie geht das bei Maria und Jesus zusammen?

„Die mittelalterlichen Menschen konnten mit solchen Spannungen gut umgehen und Gegensätze abwägen“, sagt die Kieler Professorin Christiane Witthöft. Gemeinsam mit Prof. Oliver Auge leitete sie die Tagung „Ambiguität im Mittelalter“ im Krupp Kolleg, die Sonnabend zu Ende ging. Historiker, Literaturwissenschaftler, Kunsthistoriker und Islamwissenschaftler aus ganz Deutschland versuchten eine Neubewertung der Ambiguität (Mehrdeutigkeit, Doppelsinn). Ambiguität war den Menschen nicht fremd, so Witthöft. Sie wählte das Bild der Skulptur der Frau Welt am Wormser Dom: Vorn eine schöne Frau, hinten ein verwester Leib. Es sei immer beides da.

„Das Mittelalter kannte die dialektische Methode“, erinnert Auge. „Bei der Auslegung der Bibel war man damals sehr frei“, sagt er. Mit der Aufklärung änderte sich das. Auch der Islam konnte im Mittelalter mit Mehrdeutigkeiten umgehen, vielleicht besser als das damalige Christentum. „Thomas Bauer aus Münster meint, dass sich der Dogmatismus und Fundamentalismus des Islams erst durch den Kontakt zum Westen entwickelte“, so Auge. eob

OZ

Laut Statistik der Uni gab die Hochschule im letzten Jahr 45,1 Millionen Euro Drittmittel aus. 2011 waren es 43,2 Millionen Euro. Auf die Unimedizin entfiel mit 21,4 Millionen Euro etwas weniger Geld als 2011 (22,6 Millionen).

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In den Bibliotheken scheinen derzeit seltsame Dinge vor sich zu gehen. Als ich eines schönen Tages drei Bücher zu meinem Bachelorthema im Keller der Germanistik heraussuchen wollte, musste ich feststellen, dass eins nicht aufzufinden war.

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Auf einem Grundstück an der Rakower Straße fanden Archäologen das Abzeichen eines Pilgers.

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