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Greifswald Mmmhhh: Mehlwürmer und Kängurufleisch
Vorpommern Greifswald Mmmhhh: Mehlwürmer und Kängurufleisch
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00:26 21.04.2018
Patrick und sein Vater Rudolf Bruns servieren dank eines XXL–Smokers Pulled Pork Burger. OZ-Mitarbeiterin Christin Weikusat schmeckt’s. Quelle: Foto: P. Binder
Greifswald

In der Pfanne wird das Öl schon heiß. Nur wenige Sekunden bruzzeln die Mehlwürmer im Fett, bevor sie mit Erdnusssauce oder Knoblauchöl serviert werden.

Europas größtes Street Food Festival lädt am Wochenende am Museumshafen zu einer kulinarischen Weltreise ein

Der Stand, an dem Alexander gebratene Insekten verkauft, nennt sich „Dr. Bob’s“. Der Name ist angelehnt an die Reality-Show „Ich bin ein Star – Holt mich hier raus“, in der Prominente unter der Aufsicht des Dschungelarztes Dr. Bob schon so manches Krabbeltier verputzt haben.

Zum zweiten Mal lädt das Street Food Festival am Greifswalder Museumshafen zum Schlemmen ein. An 65 Ständen und Food Trucks werden über hundert exotische Gerichte aus 34 Nationen angeboten. Darunter auch ein Mini-Burger mit Kängurufleisch. Der 19-jährige Felix Kleiser probiert einen davon. Sein Fazit: „Es ist ganz lecker und schmeckt ein bisschen wie Rind.“ Sein Kumpel Luke Massow verzichtet auf den Känguru-Burger. Dafür will er mutig die gebratenen Insekten probieren. Die hatte das Ehepaar Schröder schon als Vorspeise. Als Hauptgang serviert Maik Scheibner dem Ehepaar Fish & Chips und einen Lachsburger. Das Besondere: „Die Burgerbrötchen sind mit Aktivkohle gefärbt. Davon erhalten sie dann ihre schwarze Farbe. Das ist aber ein pflanzlicher Stoff“, so der Gastronom. Dass schwarzgefärbte Lebensmittel ein neuer Food Trend ist, weiß auch Anthony Lewy. Er macht Eis, das von der Waffel bis zum Softeis komplett schwarz ist. „Das macht im ersten Moment die Zähne natürlich auch schwarz, aber später werden sie dann weißer als zuvor“, schwört Lewy. Schließlich gibt es auch Zahnpasta mit Aktivkohle, so der Eisverkäufer.

Ein ganz großes Geschütz hat Patrick Bruns beim Street Food Festival aufgefahren. Er ist sichtlich stolz auf seinen selbstgebauten XXL-Smoker, der in Form einer Lok ein Hingucker ist. Das Schweinefleisch gart 16 Stunden bei 93 Grad, bis es zu einem Pulled Pork – gezupftes Schweinefleisch – serviert wird. Bruns ist eigentlich Versicherungsmakler. Der Smoker sei „eine Schnapsidee“, wie Vater Rudolf verrät. Der 66-Jährige hilft seinem Sohn gern. „Wozu zu Hause rumsitzen“, so Bruns Senior. Veranstalter Alexander Kopke schwört auf diesen Burger.

Zusammen mit seinem Team erwartet Kopke gut 10 000 Besucher an diesem Wochenende. Auch er kommt nicht aus dem Gastronomiebereich, war früher Lehrer. Kopke ist nicht der einzige, der die Branche wechselte. Viele Standbetreiber kommen nicht aus der Gastronomie. Den Besuchern scheint das egal zu sein. Sie schlemmen gern auf dem Festival, das heute von 11 bis 22 Uhr und morgen von 11 bis 20 Uhr geöffnet hat. Viele werden auch im nächsten Jahr wiederkommen. Na dann, guten Appetit!

Christin Weikusat

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