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Greifswald Moschee oder Tanzsaal?
Vorpommern Greifswald Moschee oder Tanzsaal?
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00:01 10.02.2017

Noch ist die „Kiste“ in der Makarenkostraße ein Uni-Hörsaal mit 460 Plätzen. Doch mittelfristig wird das Gebäude wahrscheinlich für andere Zwecke frei. Denn die Uni konzentriert sich auf die Campusse in der Altstadt und am Beitzplatz, baut und baute in der Loeffler- und der Soldmannstraße weitere Räume für die Lehre.

Ein Hörsaal: die „Kiste“ in der Makarenkostraße. Quelle: Foto: Peter Binder

Ein Tanz- und Gymnastiksaal mit Spiegelwand solle darum aus der „Kiste“ werden, wünschen sich die Studenten. Die Vollversammlung der Studierendenschaft hatte 2016 einen entsprechenden Beschluss gefasst. Der Raum solle für den regelmäßigen Kursbetrieb des Hochschulsports und auch für Tanzpartys geeignet sein, so der Wunsch. Das Studierendenparlament fasste kurz darauf den gleichen Beschluss.

Nach Meinung der Studenten ergibt sich der Bedarf unter anderem aus der unsicheren Zukunft des Mensaclubs, des ältesten Greifswalder Studentenclubs. Das Mensa-Gebäude am Schießwall, in dem er sitzt, soll noch in diesem Jahr aufgegeben werden, so plant es das Studierendenwerk. Wo der Club dann hinzieht, ist bisher völlig unklar. Die Studierendenvollversammlung im Dezember hatte sich dafür ausgesprochen, ihn zu erhalten.

Im Senat wurden bereits andere Ideen zur Nutzung der „Kiste“ ins Gespräch gebracht. Der Raum könne als Erweiterung der Moschee genutzt werden, die im gleichen Gebäude sitzt. Der Bedarf sei da, hieß

es auf der Sitzung. Auf Nachfrage der OZ wollte sich der Moscheeverein allerdings nicht dazu äußern. Eine weitere ins Spiel gebrachte Variante: Geologie-Sammlungen, die bisher zum Teil mehr schlecht als recht in der Jahnstraße untergebracht sind, könnten hier ausgestellt werden.

Für den Umbau der „Kiste“ wäre die Greifswalder Hochschule zuständig. Mit 460 Plätzen war der Saal lange Zeit ihr größtes Auditorium. In den Jahren 2003/4 hatte sie ihn für rund 1,1 Millionen Euro aus einem früheren Studentenclub geschaffen, um akute Engpässe zu bewältigen. Vorher mussten Vorlesungen zeitweise in der Mensa stattfinden, weil die Platzkapazität in den anderen Sälen nicht mehr ausreichte. Seit 2016 steht in der Loefflerstraße mit etwa 500 Plätzen ein noch größerer Hörsaal zur Verfügung.

Universitätssprecher Jan Meßerschmidt hält sich bedeckt, was die Zukunft der „Kiste“ angeht. „Ich werde nicht über jede Idee mitspekulieren“, sagt er. „Klar ist, dass im Zusammenhang mit der weiteren Gebäude- und Bauplanung auch über die Zukunft dieses Gebäudes gesprochen werden muss.“ eob

OZ

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