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Müllabfuhr: Weniger Service für die Greifswalder

Greifswald Müllabfuhr: Weniger Service für die Greifswalder

Am 1. Januar tritt eine einheitliche Satzung im gesamten Kreis in Kraft.

Greifswald. Die neue Abfallgebührensatzung des Landkreises bedeutet für die Greifswalder vor allem weniger Service. Ab Januar 2017 wird der Müll im gesamten Landkreis zu einheitlichen Bedingungen entsorgt. Für die Hansestädter gilt dann, was zwischen Ahlbeck und Penkun bereits seit Jahren üblich ist.

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Am 1. Januar tritt eine einheitliche Satzung im gesamten Kreis in Kraft.

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Tonnen müssen an die Straße

In Greifswald haben die Mitarbeiter der Entsorgungsgesellschaft die Mülltonnen bislang vom Grundstück abgeholt. Egal, ob sie hinter dem Haus standen oder gar in einem Schuppen – 15 Meter weit haben sich die Mitarbeiter auf den Weg gemacht. Ab Januar werden nur noch Mülltonnen geleert, die direkt an der Straße stehen. „Wir mussten eine einheitliche Regelung für den gesamten Kreis finden. Die Greifswalder Bedingungen gibt es sonst nirgends“, sagt Uwe-Andersen Hoth, Geschäftsführer der Entsorgungsgesellschaft Vorpommern-Greifswald (EGVG). „Damit wird ein deutlicher Mehraufwand eingespart“, sagt Hoth. Künftig müssen Eigentümer, Mieter oder Hausverwalter also genau wissen, wann die Müllabfuhr kommt, um die Tonne bis spätestens 6 Uhr am Straßenrand zu platzieren. Einzige Ausnahme bleiben die 1100-Liter-Tonnen. „Sie stehen oft in speziellen Holzverschlägen und müssen dort herausgehoben werden“, erklärt Hoth.

Keine Abholung an Feiertagen

Weitere Sonderregelung in Greifswald war bislang, dass der Müll auch an Feiertagen abgeholt wurde. „Es gibt ein Verbot für Lkw, an Sonn- und Feiertagen zu fahren. Im ländlichen Raum kam die Müllabfuhr noch nie am Feiertag“, sagt Hoth. Damit die Tonne künftig auch am richtigen Tag an der Straße steht, müssen sich die Greifswalder merken, wann die Tonne stattdessen abgeholt wird. Das System ist kniffelig. Hoth empfiehlt daher allen, die Termine in einem Kalender einzutragen. Grob funktioniert es so: Die fehlende Abfuhr am Ostermontag wird Dienstag nachgeholt. Bei allen Greifswaldern, bei denen der Müll normalerweise dienstags abgeholt wird, kommt die Abfuhr erst am Mittwoch, die Freitagsabholung wird Sonnabend nachgeholt. „Wir sparen dadurch keine Kosten ein. Aber es ist schön, dass unsere Mitarbeiter künftig die Feiertage mit ihrer Familie verbringen können“, sagt Hoth.

Abfuhr nur im 2-Wochen-Takt

Weitere Neuerung: Der Müll wird künftig nur noch alle zwei Wochen abgeholt. Das gilt zumindest für alle Behälter bis zu einer Größe von 120 Litern. „Es gab in Greifswald auch eine wöchentliche Entleerung. Das hat aber dazu geführt, dass die Müllfahrzeuge manchmal nur wegen drei oder vier Tonnen in eine Straße gefahren sind. Das ist nicht effizient“, erklärt Hoth. Betroffen sind etwa 800

Greifswalder Häuser. Die Eigentümer oder Verwalter werden derzeit schriftlich über die Veränderungen informiert. Die Nutzer können ihre Mülltonne kostenfrei umtauschen. Heißt: Wer bislang eine 120er Tonne hatte, die wöchentlich abgeholt wurde, kann auf eine 240er Tonne wechseln, die alle zwei Wochen abgeholt wird. „Bei den großen Behältern kann eine wöchentliche Abfuhr beantragt werden“, sagt Hoth (gilt für 240 und 1100 Liter).

80-Liter-Tonne neu eingeführt

Novum in Greifswald ist die 80-Liter-Tonne, die es im restlichen Landkreis längst gibt. Sie kann schriftlich beantragt werden. Bio-Tonne wird abgeschafft

In Greifswald gibt es aktuell 180 Biotonnen. „Es wurde zwar eine Servicegebühr für die Abholung erhoben, aber nicht für die Übergabe an die Kompostieranlage. Das ändert sich“, sagt Hoth. Zur Zahlung der deutlich höheren Kosten waren aber nur 60 Bio-Tonnen-Besitzer bereit. „Bei einem so geringen Interesse funktioniert das wirtschaftlich nicht“, sagt Hoth. Deswegen wird die Bio-Tonne zum Jahresende abgeschafft. „Die Tonnen werden nach der letzten Entleerung eingesammelt“, sagt Hoth.

Keine Grünschnitt-Abholung

Grünschnitt muss künftig an einem Wertstoffhof im Landkreis abgegeben werden. Die Öffnungszeiten sind am Eckhardsberg: Montag bis Freitag von 6 bis 18 Uhr, Samstag 8 bis 13 Uhr und in der Ladebower Chaussee von 6 bis 16.30 Uhr, Samstag 9 bis 12 Uhr.

Sperrmüll zwei Mal jährlich

Die Greifswalder dürfen ab 2017 zwei Mal im Jahr kostenfrei Sperrmüllabfuhr bestellen. Das gilt im Landkreis bereits seit Jahren.

9000 neue Tonnen

Im Altkreis Greifswald wurden in den vergangenen Wochen 9000 Mülltonnen ausgetauscht. Grund: Es gab im Umland zwei verschiedene Ensorgungssysteme. „Die Tonnen mit einer keilförmigen Schürze schaffen wir ab“, sagt Hoth. Vorteil: Jeder Mitarbeiter kann jede Tonne im gesamten Kreis abholen. In diesem Zuge hat die GEG 1,7 Millionen Euro in neun neue Müllfahrzeuge investiert.

Müllbehälter in Greifswald

7932 Hausmüllbehälter gibt es in Greifswald. Durchschnittlich fallen pro Person zehn Liter Müll pro Woche an. Diese Annahme legt die VEVG zugrunde, um den Bedarf zu berechnen.

60-Liter-Tonnen: Davon gibt es 3630 Tonnen. 300 davon werden bislang einmal wöchtenltich geleert, der Rest alle zwei Wochen.

120-Liter-Tonnen: 1360 solcher Tonnen sind im Umlauf. Davon werden 496 Tonnen wöchentlich entleert. Dieser Rhythmus entfällt ab Januar 2017. Wem eine Abfuhr alle zwei Wochen nicht ausreicht, kann eine 240-Liter-Tonne bestellen.

240-Liter-Tonnen: 1850 Tonnen haben dieses Volumen. 436 dieser Tonnen werden alle zwei Wochen geleert, 236 Tonnen zwei Mal pro Woche. Der Rest wird im wöchentlichen Rhythmus geleert.

1100-Liter-Tonnen: 1060 Tonnen haben dieses Volumen. Nicht alle Tonnen stehen in Mehrfamilienhäusern. Auch Gewerbetreibende nutzen diese Tonnen.

Katharina Degrassi

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