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NPD und AfD eingeladen – Stupa-Präsidium tritt zurück

Greifswald NPD und AfD eingeladen – Stupa-Präsidium tritt zurück

Eklat an der Uni: Studentenvertreter wollten bei einer Podiumsdebatte auch Vertreter rechter Parteien hören / Nun rollen Köpfe

Greifswald. Gerade erst stand die Uni Greifswald wegen der Promotion eines Rechtsextremen in der Kritik, jetzt haben Studentenvertreter die nächste Rechtsextremismus-Debatte ausgelöst: Zu einer Veranstaltung, die am 20. Juni im Vorfeld der Landtagswahl in MV stattfinden sollte, lud der Allgemeine Studierendenausschuss (Asta) Vertreter der NPD und der AfD ein. Zusammen mit anderen Politikern sollten sie bei einer Podiumsdebatte vor Studenten ihre Ideen erklären und verteidigen dürfen.

„Absurd und widerlich“ sei das, schimpfte die Initiative „Uni ohne Nazis“, die an der Greifswalder Hochschule rechtsextreme Strukturen bekämpfen will; Rassisten biete man damit eine Bühne. Auch die Hochschulpartei SDS war alarmiert und brachte das Thema vors Studierendenparlament (Stupa).

Mehrere Stunden lang wurde am Dienstagabend dort debattiert. Ergebnis: Die drei Mitglieder des Stupa-Präsidiums sind zurückgetreten. Und die Podiumsdebatte am 20. Juni wurde abgeblasen.

Marc Benedict, bis dato Stupa-Vorsitzender, war für die OZ gestern nicht zu erreichen. Asta-Chefin Anna-Lou Beckmann stand dagegen Rede und Antwort: „Wir hatten im Asta über die Frage diskutiert, ob man die NPD und die AfD einladen soll“, sagt sie. Zwei Vertreter des Stupa hätten mitgeredet, am Ende habe die Mehrheit für ja gestimmt. Und niemand sei auf die Idee gekommen, dazu einen Beschluss des Stupa einzuholen. „Das war ein Fehler, wir waren naiv“, sagt die 21-Jährige jetzt, „und wir haben die Tragweite dieser Entscheidung total unterschätzt.“

Gegen die rechtsextreme NPD läuft ein Verbotsverfahren wegen des Verdachts der Verfassungswidrigkeit, die AfD gilt in Teilen als NPD-nah. Im Landtag von MV und im Kreistag Vorpommern-Greifswald handeln die demokratischen Parteien seit langem nach dem „Schweriner Weg“: Sie haben vereinbart, alle Anträge der NPD zu ignorieren, um der Partei möglichst wenig Aufmerksamkeit zu bieten.

Anna-Lou Beckmann betont, auch im Asta sympathisiere niemand mit der NPD, auch nicht mit der AfD. „Wir waren einfach der Meinung, dass die Demokratie eine offene Debatte verträgt.“ sym

OZ

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