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Greifswald Nach Brand im Mai: Penny öffnet wieder
Vorpommern Greifswald Nach Brand im Mai: Penny öffnet wieder
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00:00 28.08.2018
Der abgebrannte Rewe-Markt lag in Ruinen. Im Hintergrund sieht man die Wand des angrenzenden Penny-Marktes.
Greifswald

Es kehrt Leben ein auf dem Einkaufsgelände an der Lomonossowallee. Nach dem schweren Brand im Mai öffnet der Penny-Markt am Donnerstag wieder seine Türen. Als der anliegende Rewe-Markt damals bis auf die Grundmauern abbrannte, wurde auch der Penny durch das Feuer und die Löscharbeiten beschädigt. Nun ist er wieder betriebsbereit und markiert damit den ersten Schritt auf dem Weg zur Erneuerung des Geländes. „Wir alle freuen uns auf die Eröffnung“, sagt Marktleiter Ronny Schmidt. „Schließlich kommen jetzt auch alle Mitarbeiter wieder zusammen.“ Vorher hatten sie an anderen Penny-Standorten gearbeitet, Schmidt beispielsweise in Karlshagen.

Rewe-Neubau in Lomonossowallee soll 2019 beginnen / Standort für Markthändler scheint gesichert

Wenn am Donnerstag um sieben Uhr die Türen öffnen, sehen die Kunden zum ersten mal den umgestalteten Innenraum. Dabei bleibt es jedoch nicht: „Die Verkaufsfläche des Penny wird um 160 Quadratmeter vergrößert und auch von außen bekommt er ein komplett neues Aussehen“, sagt Sven Jantzen von der Rostocker MHB Planungs- und Ingenieursgesellschaft. Baubeginn sowohl für den Penny als auch für den Rewe soll Anfang 2019 sein. Wenn alles glatt läuft, könne der Rewe zu Weihnachten 2019 wieder aufmachen, sagt Maria Anton, die bei Rewe in Mecklenburg-Vorpommern für die Expansion zuständig ist. „Wir bauen so einen Markt in rund neun bis zehn Monaten. Alle anderen Einschätzungen wären illusorisch.“

Der Neubau des Rewe wird 1800 Quadratmeter groß sein und neue Mitarbeiter brauchen, bestätigt Inhaberin Petra Götz. „Wir brauchen mehr Personal für den neuen Markt.“ Schließlich werde es eine Bedientheke für Fleisch und Wurstwaren und ein größeres Backangebot geben. „Die Kunden erwartet ein Markt nach den höchsten Standards“, sagt Planer Sven Jantzen. Das Gebäude solle wie eine Markthalle wirken und energieeffizient gebaut werden, inklusive behindertengerechtem WC.

Viele Kunden aus der Lomonossowallee kaufen momentan im Rewe in der Beimlerstraße ein. Auch dieser Markt gehört Petra Götz, dort beschäftigt sie alle 28 Mitarbeiter aus der Lomonossowallee weiter.

Der dortige Markt soll ebenfalls neu gebaut werden. „Der Markt hat es bitter nötig“, sagt Götz. „Seit neun Jahren wollen wir ihn erneuern. Nun waren wir bereit und dann brennt der Markt in der Lomo ab“, bedauert sie. Geplant war die Vergrößerung um 400 Quadratmeter auf 1740 Quadratmeter bereits dieses Jahr. Der Hauptausschuss der Bürgerschaft hatte 2017 dem Vorhaben zugestimmt. Nun verschiebe man den Plan auf 2020, sagt Rewe-Expansionsleiterin Maria Anton.

Derweil warten in der Lomonossowallee Händler im dortigen Möwencenter sehnsüchtig auf die Wiedereröffnung von Rewe und Penny. Wegen der ausbleibenden Kunden in den Supermärkten machen sie momentan weniger Umsatz (die OZ berichtete). Ähnlich geht es den Händlern, die immer montags und mittwochs vor dem Parkplatz von Rewe und Penny Lebensmittel und Textilien verkaufen. Sie sollen ihre Plätze in Zukunft zwischen dem Rewe und dem Möwencenter haben. Dort wird ein Absatz zwischen zwei Parkflächen entfernt, so dass eine Ebene entsteht, sagt Monika Hoffmann, Amt für Bürgerservice und Brandschutz.

Mit dieser Lösung ist Peter Multhauf (Linke) zufrieden. Der Vorsitzende der Ortsteilvertretung Schönwalde I/Südstadt hatte befürchtet, dass die Händler eine ungünstige Position erhalten oder gar ganz weichen müssen. „Mit der aktuellen Lösung können wir alle gut leben“, sagt er.

Christopher Gottschalk

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