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Greifswald Nach der Bestellung ins Koma gefallen
Vorpommern Greifswald Nach der Bestellung ins Koma gefallen
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00:00 07.05.2016
Stralsund

Ein Taxifahrer meldete sich bei der Polizei, dass er auf 21,30 Euro sitzen gelassen wurde. „Wie der Taxifahrer berichtete, hatte er den Auftrag bekommen, zwei Flaschen Klaren und eine Cola zu kaufen und dann zu einer bestimmten Adresse zu fahren“, sagt Dietmar Grotzky, Leiter des Polizeihauptreviers in Stralsund. Doch an der Wohnung angekommen, öffnete niemand. Also wurde ein Streifenwagen losgeschickt, damit sich die Beamten vor Ort ein Bild machen konnten. „Tatsächlich wurde auf Klingeln, Rufen, Klopfen der Beamten nicht reagiert“, erzählt Polizeichef Grotzky. Doch wie ein Gang hinter das Wohnhaus zeigte, war die Terrassentür zur Wohnung nur angelehnt. Von drinnen waren seltsame Geräusche zu hören. Also bewegten sich die Polizisten vorsichtig in die Wohnung und fanden die Geräuschquelle.

„Auf der Couch lag ein älterer Herr im tiefsten Schlaf“, berichtet der Revierleiter. Der Mann erwies sich als kaum ansprechbar. Nach einem Puster ins Testgerät blieb dieses bei 3,18 Promille stehen. „Ein Wert, mit dem wir den Mann nicht mehr sich selbst überlassen konnten“, so Grotzky. Also wurde ein Rettungswagen gerufen, der den Senior dann sofort ins Klinikum brachte, wo er seinen Rausch unter medizinischer Aufsicht ausschlafen konnte. Die Anzeige in diesem Fall lautete dennoch auf Betrug. Übrigens: In der Schadenssumme von 21,30 Euro war der Getränketransport per Taxi mit 12,30 Euro bereits enthalten.

Von Jörg Mattern

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