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Neuapostolische Kirche will neues Gotteshaus bauen

Greifswald Neuapostolische Kirche will neues Gotteshaus bauen

Das ausgewählte Grundstück an einem Reihenhausstandort im Ostseeviertel Parkseite sorgt bei einigen Anwohnern für Widerspruch

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So soll das Gemeindezentrum mit Gotteshaus an der Stettiner Straße aussehen. Animation: Neuapostolische Kirche

Greifswald. An der Stettiner Straße soll künftig eine Kirche stehen. Das Gotteshaus bekommt eine dunkelgrau verblendete Fassade, informierte der zuständige Leiter der Bauabteilung des Bauherrn, der Neuapostolischen Kirche, Arne Zorn, auf der Sitzung der Ortsteilvertretung Ostseeviertel am Montagabend.

OZ-Bild

Das ausgewählte Grundstück an einem Reihenhausstandort im Ostseeviertel Parkseite sorgt bei einigen Anwohnern für Widerspruch

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Die Greifswalder Kirchgemeinde will hier neu bauen, weil das von ihr genutzte Haus in der Erich-Böhmke-Straße nur mit sehr großem Aufwand saniert werden könnte, erläuterte Zorn. Neben einem Gebäude mit dem Sakralbereich (Kirche) ist ein zweites geplant. Es werde sich Hellgrau mit einer Fassade aus profilierten Holzleisten präsentieren, kündigte Zorn an. Klinker würden auf keinen Fall an den Gebäuden angebracht, versicherte er auf Fragen von Besuchern. Dieses Haus werde das Gemeindezentrum mit Mehrzweckräumen für die Sonntagsschule, den Religionsunterricht und auch dem Kirchenkaffee. „Es wird auch einen Rückzugsraum für Eltern mit Kindern geben“, kündigte Zorn an.

Mit etwa sieben Metern Höhe passe sich das neue Gebäude der Umgebung an, schätzte er ein. Innen werde die Kirche recht schlicht sein. Helle Stühle, Hängeleuchten sind im Saal des Sakralbereichs mit dem Altar geplant. Es gibt keinen Glockenturm, nur ein Kreuz an der Außenwand. „Wir haben kein Geläut“, so Zorn. Damit Orgelmusik und Gesang draußen nicht zu hören sind, solle es bauliche Vorkehrungen zum Schallschutz geben. An den Grenzen des 800 Quadratmeter großen Grundstücks sei das Pflanzen von Hecken geplant. Fünf Parkplätze gibt es. „Das entspricht den Vorschriften“, so Zorn.

Wer noch einen Stellplatz sucht, müsse in den öffentlichen Straßenraum ausweichen. Die fünf Stellplätze gehören zu den drei Eigenheimen, die hier ursprünglich gebaut werden sollten.

Verkäufer des Grundstücks ist die Mentor Projekte GmbH aus Neumünster. Für Ortsrat Franz Eske (CDU) war der Verkauf gesetzwidrig. „In diesem Gebiet dürfen nur Wohnungen gebaut werden“, ist er sicher.

Rudi Duschek (Linke) meint, dass Wohnungen und keine Kirche gebraucht würden. Stadtsprecherin Andrea Reimann bestätigt, dass 2011 beim Verkauf an Mentor Projekte die Reihenhausbebauung im Grundbuch festgeschrieben wurde. Der Eintrag könnte aber gelöscht werden, wenn der Kirchenbau geltenden Bestimmungen entspricht. Planungsrechtlich sei das Vorhaben an dieser Stelle nicht zu beanstanden, so Reimann.

Noch liegt ohnehin kein Bauantrag vor. Dieser soll laut Arne Zorn allerdings noch im September gestellt werden.

Die Neuapostolische Kirche sei an einem guten Verhältnis zu den Nachbarn interessiert. „Wir sind offen für alle“, betont Peter Franke für die Gemeinde. Etwa 80 Besucher kämen zu den sonntäglichen Gottesdiensten. Die Neuapostolische Kirche bekenne sich wie andere christlichen Kirchen zur Lutherbibel, erläuterte Franke dem Ortsrat. Ein Unterschied zu anderen bestehe darin, dass sie hierarchisch organisiert sei und von Aposteln geführt werde. Diese wählten das Oberhaupt, den Stammapostel. Die Apostel bereiteten ihre Gemeinden auf die Auferstehung Christi vor, um zu diesem Zeitpunkt von diesem angenommen zu werden.

Eckhard Oberdörfer

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