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Greifswald Neubau der Kita Marschak soll im Herbst starten
Vorpommern Greifswald Neubau der Kita Marschak soll im Herbst starten
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00:00 22.04.2016
Jasmin Domin, pädagogische Leiterin des Betriebs, und Achim Lerm mit Entwürfen zum Neubau. Quelle: Petra Hase

Jetzt wird es konkret: Möglichst im Oktober will der städtische Eigenbetrieb „Hanse-Kinder“ mit dem Neubau der Kindertagesstätte „Samuil Marschak“ im Ernst-Thälmann-Ring beginnen. Es ist das erste Projekt einer ganzen Reihe von Baumaßnahmen, die in den nächsten Jahren folgen sollen.

„Der Entwurf liegt uns vor, der Raumplan ist fertig, die Kostenschätzung nimmt konkrete Züge an“, berichtet Betriebsleiter Achim Lerm. Etwa 2,8 Millionen Euro soll die Tagesstätte kosten und künftig 111 Kinder beherbergen — das sind 51 weniger als jetzt.

Noch im vorigen Jahr hegte Lerm die Hoffnung, mit 1,5 Millionen Euro auszukommen. Doch das ursprüngliche Projekt, nach dem Vorbild einer Dresdner Vorzeigekita entworfen, habe sich als untauglich erwiesen. „Das Gebäude wird mittlerweile als pädagogisch wenig wertvoll betrachtet“, erklärt Lerm.

Der Betrieb „Hanse-Kinder“ gehe deshalb jetzt andere Wege, wolle bedarfsgerecht und vor allem nachhaltig bauen. „Wir legen großen Wert auf sehr geringe Energiekosten und einen langen Lebenszyklus“, sagt er. Zudem sei jetzt mit mehr Betreuungsplätzen geplant worden: Erste Überlegungen gingen noch von 90 Kindern aus. Gravierende Auswirkungen auf die Platzkosten befürchtet Lerm nicht. „Nach jetzigem Stand werden sich die Elterngebühren im Neubau monatlich um drei bis vier Euro erhöhen“, sagt er.

Derzeit zahlen Eltern für einen Ganztagskrippenplatz in der „Marschak“ 321 Euro, in Kürze werden es rückwirkend ab Februar 338 Euro sein (die OZ berichtete). Hintergrund ist eine Gebührenanpassung an die tatsächlichen Platzkosten, die alle 14 städtischen Einrichtungen betrifft. Die Greifswalder Bürgerschaft fasste hierzu bereits im März einen Beschluss. „Die Verträge müssen noch von der Wohnsitzgemeinde unterzeichnet werden“, sagt Lerm. „Ich rechne damit, dass wir die Briefe an die Eltern im Mai verschicken können.“

Parallel zum aktuellen Kita-Neubau in Schönwalde II plant der erst im Januar 2015 gegründete Eigenbetrieb der Hansestadt weitere Projekte, um die maroden Einrichtungen schrittweise zu ersetzen.

Allerdings nicht in der zeitlichen Folge, wie einst beabsichtigt.

Im vorigen Jahr ging Achim Lerm noch davon aus, 2017 mit den Neubauten der Kitas „Friedrich Wolf“ und „Regenbogen“ zu beginnen, 2018 sollten „Makarenko“ und „Zwergenland“ folgen. „Das schaffen wir nicht“, räumt der Chef ein. Die personellen Kapazitäten in der Verwaltung seien begrenzt, Planungen dauerten länger als gedacht. Nach jetzigen Erkenntnissen soll 2017 deshalb nur der „Wolf“-Neubau und die Sanierung der Kita „Lilo Herrmann“ beginnen. 2018 könnte dann der Neubau der Kita „Regenbogen“ auf der Tagesordnung stehen.

„Vieles ist aber noch im Gespräch“, betont Lerm. So sei gegenwärtig noch unklar, ob das Unternehmen wie geplant nach Fertigstellung der „Marschak“ sofort mit dem Abriss des alten Gebäudes beginne.

„Vielleicht sind wir auch gezwungen, aufgrund des hohen Betreuungsbedarfs das Haus erst noch einmal als Übergangslösung für die ,Makarenko‘ zu nutzen“, sagt er. Dort nämlich könne das neue Domizil nicht neben dem alten entstehen, weil bereits die Außenanlagen mit Fördermitteln neu gestaltet wurden. Optimal sei das nicht, aber eine mögliche Variante.

„Hanse-Kinder“

1971 Betreuungsplätze gibt es im Eigenbetrieb, davon 430 im Krippenbereich, 920 im Kindergarten und 628 im Hort. Die Kapazitäten der Einrichtungen, die jetzt zum Teil bis zu 190 Kinder beherbergen, sollen mit den Neubauten reduziert werden. Falls der Bedarf jedoch langfristig hoch bleibt, soll über den Bau einer weiteren Kita nachgedacht werden.244 Mitarbeiter zählt der Eigenbetrieb, davon arbeiten 235 als Erzieher, inklusive Kita-Leiter. In der Verwaltung kümmern sich acht Mitarbeiter darum, dass es rundläuft.

Von Petra Hase

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