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Greifswald Neue Bauprojekte: Lubmin macht Tempo
Vorpommern Greifswald Neue Bauprojekte: Lubmin macht Tempo
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00:00 08.09.2018
Auch der Anbau an der Kopnzertmuschel geht voran – hier entstehen Umkleiden und Toiletten. Quelle: Fotos: Anne Ziebarth
Lubmin

Die Liste der in diesem Jahr erfolgreich fertiggestellten Lubminer Bauvorhaben ist lang, zahlreiche Straßenzüge im Ortskern wurden mithilfe der Städtebauförderung komplett saniert, das Seebadzentrum hat einen neuen Anbau und eine Terrasse bekommen und eine von insgesamt sieben unterirdischen Zisternen für eine verbesserte Löschwassersituation im Ort gab es auch gleich mit dazu. In der Gemeinde denkt man aber nicht daran, sich auf den Erfolgen auszuruhen. Die Pläne für das kommende Jahr sind ambitioniert.

Viele Vorhaben wurden 2018 fertiggestellt / 2019 soll der Platz vor dem Seebadzentrum umgestaltet werden

„Ende Mai 2019 möchten wir gerne unsere Sportanlage eröffnen“, erzählt Bürgermeister Axel Vogt. „Die Tribüne mit rund 50 Plätzen und die notwendigen Leitungen wurden im ersten Bauabschnitt bereits fertiggestellt.“ In den nächsten Bauabschnitten soll dann der Leichtathletikbereich mit Tartanbahn, Wurf- und Sprunganlagen folgen, auch ein Gebäude, in dem die Umkleiden und die Technik untergebracht werden, soll entstehen. „Wir wollen unseren Einheimischen als auch unseren Gästen noch mehr Möglichkeiten geben, sich sportlich zu betätigen“, so Vogt. „Denn Lubmin hat im Bereich Sport viel Potential.“ Sport hätte sowohl für Kinder und Jugendliche als auch für Senioren einen hohen Stellenwert, stärke Zusammenhalt und Gesundheit. Auch im Tourismus spiele Sport eine immer größere Rolle, zum Beispiel wenn es um Lubmin als Standort für Trainingslager gehe. Um dieses Potential noch besser nutzen zu können, haben die Gemeindevertreter beschlossen, in Lubmin auch eine hauptamtliche Stelle für die Sportkoordination zu schaffen, die zum Ende des Jahres besetzt wird. „Es gab einfach nicht genügend ehrenamtliche Mitarbeiter, um die verschiedenen Sportangebote und -kurse abzudecken.“

Über die zeitnahe Fertigstellung ihres eigenen Sportplatzes kann sich derweil die Kita des Ortes in der Geschwister-Scholl-Straße freuen. Der kleine Kunstrasenplatz hat eine Größe von zehn mal dreizehn Metern und wurde überwiegend aus Spenden finanziert. Etwas ganz Besonderes, wie der Bürgermeister findet. „Viele Unternehmen haben den Bau des Platzes unterstützt. 10000 Euro wurden durch die Gewinnausschüttung des Zweckverbandes Energie und Technologiestandort Freesendorf beigesteuert.“ Gesellschafter des Zweckverbandes, der den Betrieb des Industriehafens Lubmin führt, sind die Gemeinden Lubmin, Kröslin und Rubenow. „Jetzt konnten wir mit der Gewinnausschüttung der Jahre vor 2016 beweisen, dass sich das Projekt für die Gemeinden auch finanziell lohnt“, sagt Vogt, der auch im Vorsteher des Zweckverbandes ist. „Die Zahlen aus den Jahren 2017, 2018 und 2019 sind ebenfalls gut. Ich gehe davon aus, dass es im kommenden Jahr erneut eine Ausschüttung geben wird.“ Grund für die günstige Auslastung des Hafens seien nicht nur die Nutzung durch Unternehmen aus dem Lubminer Industriegebiet, sondern vor allem auch die Energieprojekte von Nordstream und 50 Hertz. Man wisse im Zweckverband aber auch, dass diese Projekte zeitlich begrenzt seien. „Was kommt nach 2020? Das haben wir uns bereits frühzeitig gefragt und sind mit Hilfe eines Unternehmens dabei, einen Großteil des Umschlags des Industriehafens Lubmin neu auszuschreiben. Idealerweise finden wir bereits 2019 ein Unternehmen mit Erfahrung in diesem Bereich. Die Umschlagmengen der Lubminer Firmen reichen nicht aus.“

Auch ein anderes Projekt wird in Lubmin für das kommende Jahr angepeilt: Der Platz vor dem Seebadzentrum soll umgestaltet werden. „Noch ist er grau und staubig“, so Vogt. „Angepeilt ist ,grün und aktiv’.“ Der Sozialausschuss habe eine Ideenliste für das künftige Aussehen des Platzes erarbeitet, auf der nächsten Gemeindevertretersitzung im September wird über die Planungen entschieden.

Möglich werden die zahlreichen Investitionen durch Zweierlei: „Zum einen entwickeln sich die Gewerbesteuereinnahmen des Ortes Lubmin äußerst positiv“, so Vogt. „Zum anderen hat uns auch die Städtebauförderung viel ermöglicht. Seit 1995 haben wir aus diesem Programm rund 12 Millionen Euro bekommen. In diesem Jahr läuft die Förderung aus.“ Man habe eine Punktlandung hingelegt, freut sich Vogt. „Alle Bauvorhaben, die wir realisieren wollten, haben wir umgesetzt.“

Die Investitionen in die Infrastruktur des Ortes in den vergangenen Jahrzehnten zeigen Wirkung: Lubmin wächst. „Zur Wendezeit haben wir rund 1000 Einwohner gezählt, mittlerweile sind es 2230“, so der Bürgermeister. „Die Nachfrage nach Grundstücken können wir bei weitem nicht decken. Im kommenden Jahr wollen wir zehn Baugrundstücke ausweisen, die nach sozialen Kriterien vergeben werden. Wir wünschen uns viele junge Familien im Ort.“ Zweitwohnungen oder Ferienwohnungen sollen wenn, dann nur nachrangig entstehen. „Wir müssen uns langfristig überlegen, wie viele Einwohner und Touristen wir mit unserer Infrastruktur versorgen können“, sagt Bürgermeister Axel Vogt. „Ein uneingeschränktes touristisches Wachstum wollen wir nicht.“

Anne Ziebarth

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