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Neue Grundschule an der Verlängerten Scharnhorststraße?

Greifswald Neue Grundschule an der Verlängerten Scharnhorststraße?

Bürgerversammlung spricht sich für diese Investition aus / In sieben Jahren fehlen voraussichtlich knapp 200 Grundschulplätze in Greifswald

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Die Weinertschule könnte durch den Auszug des Hortes dreizügig werden und so mehr Kindern Platz bieten.

Quelle: Peter Binder

Greifswald. Die Hansestadt sollte eine neue zweizügige Grundschule bauen. Das war der Tenor bei der Denkwerkstatt zur Schulentwicklung im Integrierten Stadtentwicklungskonzept Greifswald 2030+ (Isek) am Mittwochabend. Bei diesen Denkwerkstätten kommen Bürger, Experten und Verwaltung über Zukunftsziele ins Gespräch.

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Bürgerversammlung spricht sich für diese Investition aus / In sieben Jahren fehlen voraussichtlich knapp 200 Grundschulplätze in Greifswald

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Ein Neubau sei die beste Antwort auf die steigende Kinderzahl, hieß es dort. Laut städtischer Statistik werden 2025 knapp 20 Prozent mehr Kinder im Alter von sechs bis zehn Jahren hier leben als 2014.

„Wir sollten so schnell wir möglich bauen“, meinte Bürgerschaftsmitglied Peter Multhauf (Linke). Er verpflichtete sich, mit seiner Bürgerschaftsfraktion nötigenfalls für einen Beschluss des Stadtparlaments zu sorgen. „Um einen Schulbau kommen wir nicht herum“, meinte auch Jörg Neubert (Piraten). Im kommenden Schuljahr werden bereits 23 Abc—Schützen mehr erwartet als regulär Plätze in den Schulen vorhanden sind. Durch Sonderregelungen wie die Nutzung eines Musikraums als Klassenzimmer könnten aber alle unterrichtet werden, erläuterte Bausenator Jörg Hochheim (CDU).

Laut Prognose steigt die Zahl der Grundschüler, die nur dank besonderer Maßnahmen versorgt werden könnten, bis 2022 auf insgesamt 185 an — eine zweizügige Grundschule könnte diesen Bedarf problemlos decken.Allerdings: Die Zahl der Flüchtlingskinder und jener, die freie Schulen besuchen, ist ebenso unklar wie die Zukunft der Förderschulen für Kinder ab Klasse 3. Deshalb soll die Prognose laufend überarbeitet werden.

Da bis zur Einweihung einer Grundschule drei bis vier Jahre vergehen, seien Zwischenlösungen nötig. Das könnte befristet die Doppelnutzung von Horten in der Greif-, Krull- und Kollwitzschule sein, nannte Hochheim Beispiele. An der Weinertschule sei die Auslagerung des Hortes an einen Standort in der Nähe möglich, wodurch Dreizügigkeit erreicht würde. „An der Greif- und Weinertschule gibt es gute Möglichkeiten, Anbauten zu errichten“, so Hochheim. Das wäre eine Option vor dem Hintergrund steigender Kinderzahlen in Schönwalde I und II.

Ein neues Bildungshaus sollte im Bereich Fettenvorstadt/Stadtrandsiedlung liegen, schätzt die Verwaltung ein. Hier entstehen neue Wohngebiete, die Einwohnerzahl wachse. Zusammen mit der Krull- und der Kollwitzschule könnte die neue Schule den Bedarf im Bereich Innenstadt, inklusive des neuen großen Wohngebietes an der Hafenstraße, der Fleischervorstadt und der Fettenvorstadt/Stadtrandsiedlung decken. „Wir haben fünf Standorte betrachtet“, sagte Hochheim. Die beiden Favoriten liegen an der Verlängerten Scharnhorststraße. Nummer eins ist die Fläche neben dem sogenannten Kinderpavillon der Unimedizin, Nummer zwei ist eine Wiese südlich der Verlängerten Scharnhorststraße (siehe Karte). Darauf sind Nummer drei und vier weitere Optionen für einen Standort.

„Das Grundstück muss so groß sein, dass es durch Anbauten erweitert werden kann“, betonte Bauamtsleiter Thilo Kaiser. Dadurch könnte auch ein Regionalschulteil entstehen, da bei den Regionalschulen ebenfalls Platzmangel herrsche. Laut Prognose könne er auch nach dem geplanten Neubau einer größeren Fischerschule nicht dauerhaft beseitigt werden.

Zu wenig Kapazitäten

2015waren noch 68 Plätze in den Unterrichtsräumen frei. 2016fehlen 23 Plätze, 2017 sind es 91 und 2018 fehlen bereits 133, im Jahre 2022 müssen dann 185 zusätzliche Plätze geschaffen werden. Zum Teil kann das durch Nutzung von Bibliotheken, Musikräumen und so weiter für den Unterricht erreicht werden. Ab 2028 wird ein leichter Rückgang erwartet.

Von Eckhard Oberdörfer

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