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Greifswald Neue Grundschule wird im September eröffnet
Vorpommern Greifswald Neue Grundschule wird im September eröffnet
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00:01 12.06.2017
Der Franzburger Karl-Heinz Grießbach (links) bringt wie hier in der Kita „Hundertwelten“ in der Grimmer Straße Jungen und Mädchen die regionale Tierwelt nahe. Künftig werden auf dem Hundertwelten-Gelände auch Schulkinder lernen. Quelle: Foto: Peter Binder
Greifswald

Am 4. September eröffnet mit der Kinderkunstakademie Greifswald eine neue freie Ganztagsgrundschule. Sie entsteht in der Grimmer Straße auf dem Gelände der Kindertagesstätte „Hundertwelten“. „Wir haben jetzt alle erforderlichen Genehmigungen“, freut sich Sergio Achilles, der Geschäftsführer des Trägers, des Instituts für Lernen und Leben (ILL). „ Im Juli und August werden wir unser ehemaliges Verwaltungsgebäude auf den Schulbetrieb umstellen.“ In dem Haus entstehen unter anderem drei Klassenräume, ein Atelier- beziehungsweise Werkraum, ein Essenraum sowie eine Kinderbibliothek. Ferner werde das Haus auch in Zukunft für die Weiterbildung genutzt.

In den ersten beiden Klassenstufen gibt es Entwick- lungsberichte und keine Noten.Ines Rodewald- Dannenberg Schulleiterin

Eltern können noch Abc-Schützen anmelden, so Achilles. „Das Schulgeld beträgt an der Grundschule 120 Euro“, erzählt Schulleiterin Ines Rodewald-Dannenberg. „Bei zwei Kindern gibt es eine Ermäßigung, auch ein Stipendium ist möglich.“ Rodewald-Dannenberg war zuvor an der Martinschule tätig. Der Schulbetrieb beginnt mit zwei Pädagogen, zwei Freizeitpädagogen und Sekretärin. Alle würden nach den Tarifen des öffentlichen Dienstes bezahlt, betont der Geschäftsführer.

„Innerhalb der nächsten vier Jahre erweitern wir die Kindertagesstätte um weitere Klassen- und Fachräume“, so Achilles weiter. Am Ende könnten an der Grimmer Straße in den Klassen eins bis sechs insgesamt 132 Schüler unterrichtet werden. Maximal 22 Mädchen und Jungen sind es in einer Klasse. Den Schülern stehen 88 Hortplätze zur Verfügung. Alles in allem will das ILL 2,15 Millionen Euro investieren. Damit entstehe ein Kreativcampus, der Kinderkrippe, Kindergarten, Ganzstagsschule mit Orientierungsstufe und Erwachsenenbildung vereine. Damit könnten optimale Übergänge in der Bildungsbiographie geschaffen werden.

„Wir sind seit 2005 anerkannter Schulträger in Rostock und bauen auf den in der ,Kinderkunstakademie am Wasserturm’ gesammelten Erfahrungen in Greifswald auf“, erzählt Swantje Gerstenbach, die für Schulen zuständige Abteilungsleiterin beim ILL. „Das Konzept der Kinderkunstakademie hat sich bewährt. In Rostock gibt es inzwischen sogar einen gymnasialen Zweig.“ Für den reformpädagogischen Unterricht habe das ILL ein dänisches Konzept der Kreativitätspädagogik an die Verhältnisse in Mecklenburg-Vorpommern angepasst. „Wir überlegen uns gemeinsam mit Eltern und Kindern Inspirationsthemen, die dann in einem halben Jahr behandelt werden“, so Gerstenbach. „Unterricht von der Stange gibt es bei uns nicht.“ Zu den Rostocker Inspirationsthemen der letzten Jahre gehörten beispielsweise eine Reise durchs Mittelalter, die Reise der Pinguine, Leonardo da Vinci und die Fußball-Weltmeisterschaft. Frontalunterricht sei die Ausnahme.

„Noten gibt es in den ersten beiden Klassen gar nicht“, berichtet Schulleiterin Rodewald-Dannenberg. „Stattdessen gibt es Entwicklungsberichte in Schriftform. Ab der dritten Klasse werden die Leistungen in den Basisfächern Deutsch, Englisch, Mathe und Sachkunde zensiert.“ Die Schulranzen könnten in der Woche in der Grimmer Straße bleiben, denn Schularbeiten würden in der Ganztagsschule erledigt.

Mit 8000 Quadratmetern bietet das Gelände in der Grimmer Straße noch viel Entwicklungspotenzial. „Unsere Vision sind ein grünes Klassenzimmer und ein von Grundschule und Kindergarten genutzter Schulgarten“, sagt Achilles. „Diesen Freizeitbereich wollen wir großzügig gestalten.“

Eckhard Oberdörfer

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