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Greifswald Neue Instrumente und einheitliches Outfit
Vorpommern Greifswald Neue Instrumente und einheitliches Outfit
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00:05 23.09.2016

Wolgast Modern und grenzüberschreitend – dafür steht das deutsch-polnische Akkordeonorchester der Kreismusikschule Wolgast-Anklam. Modern steht aber nicht nur für das Repertoire, sondern auch für die Instrumente. Elf nagelneue Knopfakkordeons gab es jetzt für das Orchester. „Wir freuen uns riesig, weil unsere Instrumente teilweise schon alt sind“, sagt Marika Guddat, Leiterin der Kreismusikschule. Ihr Dank geht vor allem an die Leader Projektgruppe Vorpommersche Küste, die mit EU-Mitteln – den Eigenanteil des Kreises unterstützte der Förderverein der Musikschule – den Kauf der Instrumente ermöglichte. Rund 48000 Euro gab es für die Kreismusikschule. Zu den elf Akkordeons kamen noch 25 Notenständer, 13 Akkordeonhocker und 35 Auftrittshemden – schwarz mit dem Logo des Förderers und der Aufschrift auf dem Rücken „Deutsch-polnisches Akkordeonorchester“.

35 Schüler und Lehrer sind es gegenwärtig, die über die Grenzen hinweg die Tradition dieses Instrumentes aufrechterhalten. „Vor allem logistisch ist das eine Herausforderung“, weiß Andrea Neye, die gemeinsam mit Cathleen Holz und Krzysztof Naklicki das Orchester leitet und beim Rückblick auf die Geschichte stolz ist, wie sich der Klangkörper entwickelt hat. Zwölf Jahre stand er nämlich nur auf dem Papier – 1974 wurde zwischen Wolgast und Swinemünde ein Freundschaftsvertrag unterzeichnet. Doch bis zur ersten Probe brauchte es zwölf Jahre. „Im Juni 1986 war es so weit. Mitbegründer waren damals Krzysztof Naklicki sowie Lotte und Hans Luck“, berichtet Marika Guddat, die am Mittwoch mit einem Konzert des Orchesters in der Wolgaster Musikschule an den 90. Geburtstag von Dr. Hans Luck erinnerte und den vielen Förderern und Sponsoren der Investition musikalisch Dank sagen durfte.

Dass sich nun deutsche und polnische Musikschüler im Alter von 8 bis 18 Jahren regelmäßig zum gemeinsamen Musizieren treffen, ist erst seit sechs Jahren wieder der Fall. Zwischen 1992 und 2010 gab das Orchester nämlich keinen Ton ab. „2010 wurde es aber wiederbelebt“, so Andrea Neye, die nun regelmäßig mit ihren Kollegen gemeinsame Workshops und Konzerte organisiert. Damals waren es noch vier Musikschüler aus Swinemünde und sieben von der deutschen Seite.

Die neuen Stücke werden einmal wöchentlich in den musikalischen Heimstätten einstudiert. „Bei den gemeinsamen Treffen muss es dann harmonieren“, so Andrea Neye. Zum Üben werden die Noten online über die Grenze geschickt. Anfang November gibt es das nächste gemeinsame Lager in Karlshagen – mit neuen Instrumenten und einheitlichem Outfit. Konzert: 6. November, 15 Uhr, Haus des Gastes, Karlshagen

Henrik Nitzsche

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