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Greifswald Neue Kirche der Adventisten: Rohbau steht
Vorpommern Greifswald Neue Kirche der Adventisten: Rohbau steht
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00:01 17.03.2017
„Wir können es kaum erwarten, einzuziehen“, sagt Prediger Markus Voß beim Richtfest am Rohbau. Quelle: Foto: Sybille Marx
Greifswald

Erst 20 Jahre war ihr Kirchengebäude in Greifswald alt, trotzdem müssen die Siebenten-Tags-Adventisten derzeit einen Neubau errichten. Und sie tun es mit sichtbarem Erfolg: Gestern wurde der Rohbau in der Anklamer Straße eingeweiht, feierten Bauleute und die Gemeinde Richtfest. „Dass dieses Haus jetzt steht, ist etwas ganz Besonderes für uns“, sagte Prediger Markus Voß auf der Baustelle. „Wir können es kaum erwarten, endlich einzuziehen.“

Ein Brandstifter hatte im Sommer 2014 das Leben dieser kleinen, freien evangelischen Gemeinde durcheinandergerüttelt: Eine Papiertonne auf dem Kirchengelände fing Feuer, die Flammen schlugen auf den Dachstuhl der Kirche über und beschädigten das Gebäude so stark, dass es abgerissen werden musste (die OZ berichtete). „Auf einen Schlag war auch ein Stück Heimat zerstört“, sagt Voß.

Seit 1904 gibt es die Adventisten-Gemeinde in Greifswald, seit 1994 stand die Kirche in der Anklamer Straße. „Das Feuer war ein Schock für uns alle“, sagt auch Gemeindeglied Ruth Bohnefeld-Schruhl.

Aber die anderen Kirchengemeinden der Stadt hätten so gastfreundlich reagiert, „dass wir nie einen Gottesdienst ausfallen lassen mussten.“ Vor allem die Brüdergemeinde in der Marienstraße konnte helfen: Seit fast drei Jahren feiern die rund 65 Siebenten-Tags-Adventisten aus Vorpommern ihre Gottesdienste dort.

„Wir sind da auch sehr glücklich“, sagt Markus Voß. „Aber es ist einfach ein anderes Gefühl, ob man irgendwo zu Gast ist oder seine eigenen Räume hat.“

Seit September 2016 laufen die Bauarbeiten für den Neubau, im September diesen Jahres sollen sie fertig sein. Der Gottesdienstraum der neuen Kirche soll Platz bieten für bis zu 120 Besucher und mit mobilen Wänden auch in kleinere Räume unterteilt werden können. In einem Über-Eck-Anbau liegt eine Wohnung, die vermietet werden kann, möglicherweise an einen Hausmeister, sagt Voß.

Den Löwenanteil der Baukosten bestreitet die Gemeinde aus den Versicherungsgeldern für das abgebrannte Haus: 540 000 Euro. Doch weil der Neubau etwas größer wird, fallen Extra-Kosten an. „Die Gemeindeglieder in Greifswald haben sich verpflichtet, innerhalb von zehn Jahren 60000 Euro als Eigenanteil aufzubringen“, erzählt Markus Voß. Schon jetzt, zwei Jahre später, ist die Hälfte dieser Summe erreicht, fast allein aus privaten Einzelspenden. Ruth Bohnefeld-Schruh meint: „Das zeigt, wieviel uns diese neue Kirche wert ist.“ sym

OZ

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