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Neue Mensa kostet 1,5 Millionen mehr

Greifswald Neue Mensa kostet 1,5 Millionen mehr

Die Bausubstanz des Altbaus ist schlechter als erwartet / Trotzdem soll 2017 eröffnet werden

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Neue Mensa wird 1,5 Millionen Euro teurer

Die Baustelle für die neue Mensa. Das frühere Wirtschaftsgebäude wird einbezogen.

Quelle: Peter Binder

Greifswald. Die neue Mensa, die derzeit in der Friedrich-Loeffler-Straße/Hunnenstraße entsteht, kostet deutlich mehr als geplant. 1,5 Millionen Euro würden zusätzlich benötigt, sagt der Leiter des Greifswalder Betriebs für Bau und Liegenschaften (BBL), Uwe Sander. Er ist für die Baumaßnahme zur Errichtung des neuen geistes- und sozialwissenschaftlichen Campus auf dem früheren Klinikgelände zuständig.

Greifswalder Mensen

2012öffnete die 17 Millionen Euro teure Mensa auf dem naturwissenschaftlichen Campus am Beitzplatz. Weil das Land (fürs Studentenwerk zuständig) das Geld damals nicht zur Verfügung stellte, sprang die Universitätsmedizin als Bauherr ein. Die daraus folgenden finanziellen Lasten (Tilgung und Zinszahlungen) sollen eine Ursache für das gegenwärtige Defizit der Unimedizin sein.

Ursprünglich sollten die neue Mensa in der Loefflerstraße und die zugehörige Cafeteria 10,2 Millionen Euro inklusive Honorar kosten. Doch die Abbruch- und Sanierungsarbeiten im früheren Wirtschaftsgebäude wurden deutlich teurer als erwartet, berichtet Thilo Brause vom BBL. Dieses denkmalgeschützte Haus an der Hunnenstraße wird für die neue Einrichtung genutzt.

„Trotz umfangreicher Voruntersuchungen des leerstehenden Gebäudes hat sich während der Arbeiten herausgestellt, dass die Bausubstanz noch schlechter ist als erwartet“, erläutert Brause. So habe es in bisher nicht zugänglichen Bereichen „Überraschungen“gegeben. Im Erdreich seien zusätzliche Bodenplatten zum Vorschein gekommen, nennt der BBL-Mitarbeiter ein Beispiel. Ferner habe man stark verrostete Stahlkonstruktionen im Deckenbereich oberhalb des Kellers gefunden. Ob das Land als Bauherr das zusätzlich notwendige Geld bewillige, das werde gegenwärtig geprüft, sagt Brause.

Die Hochschule hält den Ball flach. Laut Bericht des Rektorats an den Senat sind trotz der Mehrkosten von 1,5 Millionen Euro alle in der Loefflerstraße geplanten Baumaßnahmen umsetzbar. Alles in allem, das heißt inklusive der Sanierung der früheren Krankenhäuser, werden auf diesem Campus rund 60 Millionen Euro investiert.

Die Inbetriebnahme der neuen Mensa und der Cafeteria soll im nächsten Jahr erfolgen. Auch Außenplätze sind geplant. Dabei soll die eingeschossige Cafeteria „das heterogene Ensemble auf der Hofseite zusammenfassen“, heißt es von den Leipziger Architekten, die 2011 den Wettbewerb für die Gestaltung des Campus Loefflerstraße gewonnen hatten.

Das neue Speisehaus wird etwa 310 Plätze haben. In der Cafeteria werden rund 110 Besucher sitzen können. Gekocht wird an der Loefflerstraße allerdings nicht. Dafür ist die Mensa am Berthold-Beitz-Platz zuständig. Das Speisehaus an der Loefflerstraße wird eine Ausgabemensa so wie jetzt auch die Mensa am Schießwall. Diese vier Jahrzehnte alte Speisestätte wird zur Eröffnung der neuen ihre Pforten schließen. Das Studentenwerk und der Mensaclub verbleiben zumindest vorerst noch am Schießwall.

Für das Gebäude wird ein neues Nutzungskonzept gesucht. Die Erhaltung des Mensaclubs ist ein erklärtes Ziel der Studenten. Der Senat der Uni hat die Bildung einer Arbeitsgruppe beschlossen. Die Zusammensetzung steht aber noch nicht fest.

Eckhard Oberdörfer

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