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Greifswald Neue Pläne für die Lange Straße
Vorpommern Greifswald Neue Pläne für die Lange Straße
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00:00 11.03.2013
Endlich: Ab dem kommenden Monat soll das eingerüstete Haus auf Vordermann gebracht werden. Quelle: Kai Lachmann
Greifswald

Die Sanierung des Hauses Lange Straße 84, in dem früher der Bagdad-Döner drin war, beginnt im April. Damit startet die Aufwertung der Ecke des letzten größeren unsanierten Bereichs im Herzen der Altstadt. Darüber informierte Axel Wittlinger. Er ist geschäftsführender Gesellschafter der Stöben Wittlinger GmbH aus Hamburg. Diese entwickelt für eine Investorengruppe aus der Elbmetropole die Immobilien. Die Firma wird später auch die Hausverwaltung übernehmen.

Der Investorengruppe gehören auch die Lange Straße 82 (Schuhhof), die Fischstraße 20, 20a und 21. Für diese Gebäude und Freiflächen hat die Bauaufsichtsbehörde im Oktober 2012 die Baugenehmigung erteilt, informierte die Stadt. Die Stöben Wittlinger GmbH hat außerdem einen Bauantrag für die Lange Straße 90 gestellt, wo ehemals der Laden „Komma 10“ beheimatet war. Dort soll nach dem Umbau die Drogeriekette „dm“ einziehen (die OZ berichtete). Für alle Architektenleistungen ist das Greifswalder Büro phs zuständig.

In den früheren Dönerladen werde im Spätsommer dieses Jahres ein Geschäft für gehobene Damenmoden einziehen. Im Obergeschoss entstehen Wohnungen. „Wir gehen ganz behutsam vor und haben keine Eile“, sagt Wittlinger. „Unsere Firma liebt Altbauten. Aber die Abstimmung zwischen den Anforderungen der Denkmalpflege und denen des Brandschutzes, der Sicherheit und den heutigen Lebensgewohnheiten benötigt Zeit.“

Darum würden die Gerüste vor dem Schuhhof nicht so schnell verschwinden. „Wir hoffen, dass wir im Sommer dieses Jahres mit der Sanierung beginnen können“, sagt Wittlinger. Es sei ein unspektakuläres Projekt. Im Erdgeschoss bleibt der Schuhhof, darüber werden bestehende Wohnungen saniert und neue geschaffen. „Sie werden alle senioren- und behindertengerecht sein“, versichert der Immobilienentwickler. Die Baulücke in der Fischstraße diene als Baustellenzufahrt, ehe sie durch einen Neubau geschlossen werde. „Das passiert wahrscheinlich 2014/15“, schaut Wittlinger voraus.

„Insgesamt entstehen etwa 20 Wohnungen unterschiedlicher Größe.“ Pkw-Stellplätze werde es auf dem Hof geben. Über Kosten wollte sich der Immobilienentwickler nicht äußern. Diese würden von einer Reihe von Faktoren abhängen. Dazu gehörten auch die Auflagen der Stadt. Was die Gestaltung der historischen Fassaden betrifft, werde man sich nach den Vorgaben der Denkmalpfleger richten, versichert Wittlinger.

Nach den Plänen der Hamburger wird es keine Ansiedlung des Modekaufhauses C & A am Fischmarkt geben. Das war ein Teil der gescheiterten Planungen des Berliner Immobilienentwicklers Joachim Tenkhoff im Jahre 2009. Er plante ein Einkaufszentrum mit großen Eingriffen in die historische Substanz (die OZ berichtete). C & A ist nach wie vor an einer Filiale in der Hansestadt interessiert, bestätigt die Pressestelle des Handelsriesen. Über mögliche Objekte wolle man sich nicht äußern.

Hoffnungen auf C & A verbinden sich mit der Dompassage. Genug Platz wäre dort, der Leerstand ist beachtlich. Im Juni 2012 sah es fast so aus, als ob das klappen könnte (die OZ berichtete).

Projektentwickler sprachen in der Stadtverwaltung vor. Voraussetzung: Verkauf der Immobilie an einen Investor. Seit 2010 läuft das Insolvenzverfahren über das Vermögen des Eigentümers der Dompassage, die Wilbers GmbH mit Sitz in Aurich. Hauptgläubiger ist die Hypo Real Estate Bank. Der Oldenburger Anwalt Stefan Hinrichs verwaltet das Wilbers-Vermögen. „Ich bin vorsichtig optimistisch“, kommentierte er damals Frage nach dem bevorstehenden Verkauf. Dieser Optimismus hat sich nicht bestätigt. Prognosen, wann es zu einem Verkauf kommen könnte, mochte Hinrichs jetzt nicht mehr geben.

Das laufende Insolvenzplanverfahren sei nicht öffentlich. Darum könne er nicht mehr sagen.

Viele weitere Möglichkeiten außer der Dompassage gibt es nicht. Spekuliert wurde schon über den Verkauf der alten Klinik für Innere Medizin in der Loefflerstraße, für die es bislang keine Sanierungspläne gibt. In das geplante neue Einkaufszentrum an der Bahnhofstraße (KAW-Hallen) eines Lüneburger Investors kann C & A nicht ziehen. Dafür würde der Textilhändler wegen Schädigung des „innenstadtrelevanten Handels“ keine Genehmigung erhalten.

Wir lieben Altbauten und gehen ganz behutsam vor. Eile haben wir keine.“Axel Wittlinger, geschäftsführender Gesellschafter der Stöben Wittlinger GmbH

Eckhard Oberdörfer

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