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Greifswald Neue Sattelbezüge für Gewächshäuser
Vorpommern Greifswald Neue Sattelbezüge für Gewächshäuser
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07:36 20.12.2016
Sabrina Rilke mit den neuen Sattelschonern, mit deren Verkauf die Sanierung der Gewächshäuser unterstützt wird. FOTO: PETER BINDER

Im nächsten Jahr werden keine Bauarbeiter für die Sanierung der denkmalgeschützten Gewächshäuser des Botanischen Gartens aktiv. Seit 2014 sind die als Denkmale von nationaler Bedeutung geadelten Glaskonstruktionen für Besucher gesperrt. Mitarbeiter dürfen sie aber noch mit einer Sondererlaubnis betreten.

Die Gewächshäuser

Die 1884 bis 1886

Über den voraussichtlichen Sanierungsstart erst im Juni 2018 informierte der Direktor des Botanischen Gartens, Prof. Martin Schnittler. Auf der Mitgliederversammlung des Fördervereins des Botanischen Gartens sorgte das für lange Gesichter. Denn nachdem das Land die Übernahme der noch fehlenden Summe in der Zielvereinbarung der Hochschule mit dem Land bis 2020 zugesagt hatte, wurde mit dem Baubeginn 2017 gerechnet. Im Mai 2016 erteilte die Uni dem Betrieb für Bau und Liegenschaften (BBL) den Planungsauftrag (die OZ berichtete). Das Geld sei beisammen, betonte seinerzeit der damalige Bildungsminister Mathias Brodkorb (SPD).

Die Ursache der Verzögerung: Die Planungen des BBL, inklusive der Abstimmungen der Ministerien, dauern so lange. Erforderliche Leistungen müssen europaweit ausgeschrieben werden.

„Ich möchte erreichen, dass wir zwei Monate früher anfangen können“, so Schnittler. Dadurch könnte die Sanierung eines der drei Gewächshäuser in der Vegetationsperiode 2018 erfolgen, was sonst schwer möglich sei. Man müsse das Glasdach geschlossen haben, bevor es kalt wird.

„Es ist bitter, dass wir nicht so schnell Geld sammeln können, wie die Preise steigen“, bedauert Schnittler. „Aber wir müssen jetzt durchhalten.“ Laut den Planungen sind 2018 fast 14 Prozent mehr Geld nötig als die Kostenschätzung aus dem September 2016 ausweist. Dort werden 3,7 Millionen Euro genannt, der BBL geht unter Einbeziehung erwarteter Baukostensteigerungen von über 3,9 Millionen Euro aus. Mit diesem Geld sollen die Gewächshäuser ihre historische Schönheit zurückerhalten. Zur Verfügung stehen aktuell aus einem Sonderprogramm des Bundes rund 1,4 Millionen Euro. Die Universität hat 350000 Euro zugesagt, die Katharina & Gerhard Hoffmann Stiftung 60000 Euro. Martin Schnittler freut sich sehr über das große Engagement der Bürger, des Freundeskreises und insbesondere der Studierenden. Die tanzten beispielsweise schon mehrfach fürs „Gewächshäusle“ und sammeln auch Geld im Internet. Nach aktuellem Stand fehlen etwa 2,4 Millionen Euro. Die Summe trägt laut Zielvereinbarung das Land. Die Freunde des Gartens versuchen weiter, Spenden zu sammeln.

Sabrina Rilke hatte in der Vergangenheit schon Geld über den Verkauf eines Sattelschützers mit dem Schwiegermutterstuhl (ein Kaktus) gesammelt. Die sind vergriffen. Jetzt gibt es eine neue Edition von 1000 Stück mit einer Zwergpalme als Motiv. Die Sattelschützer gibt es beim „Sonnenmichel“ in der Anklamer Straße und im Treckinghaus Lange Straße.

Eckhard Oberdörfer

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