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Neue Schule der Stadt bis Klasse 6?

Greifswald Neue Schule der Stadt bis Klasse 6?

Die Verwaltung prüft eine Orientierungsstufe

Greifswald. Die geplante neue Grundschule in der Greifswalder Stadtrandsiedlung könnte bis Klasse 6 weiterführen, also eine Orientierungsstufe bekommen. Das erklärte Carola Felkl von der Stadtverwaltung am Mittwochabend im Bildungsausschuss der Stadt. „Wir halten längeres gemeinsames Lernen für sinnvoll“, sagte sie. Zudem passe die Orientierungsstufe zum Vorschlag einer Elterninitiative, die neue staatliche Schule nach einem reformpädagogischen Ansatz zu betreiben.

In Greifswald arbeiten bisher nur Schulen in freier Trägerschaft, wie die Martins-, die Waldorf- und die Montessorischule, durchgehend reformpädagogisch. Die Elterninitiative hatte ihre Idee einer Schule, die von einem wertschätzenden Blick auf die Schüler ausgeht und ihnen selbstständiges, selbstbestimmtes Lernen ermöglicht, am 10. Mai bei einer Infoveranstaltung im Rathaus bekannt gemacht.

Ihr Vorbild: die staatliche Jena-Plan-Schule in Rostock. „Die Infoveranstaltung war sehr gut besucht und der Leiter der Jena-Plan-Schule hat deutlich gemacht, wie erfolgreich seine Schule ist; dort gibt es Wartelisten“, erzählte Carola Felkl im Ausschuss. Wie die Greifswalder Stadtpolitiker zu der Idee stünden, sei aber noch unklar.

Die beiden Schulleiter Angela Leddin (Linke) und Ulf Burmeister (Bürgerliste) gaben im Bildungsausschuss zu bedenken, dass der Einzugsbereich kommunaler Schulen über den Wohnort der Kinder festgelegt ist. „Wenn die Stadt für ihre reformpädagogische Schule wirbt, könnte das suggerieren: Jeder, der will, darf seine Kinder dorthin schicken. Das wird aber nicht gehen.“ Nach Meinung von Ulrike Berger, die für die Grünen im Bildungsausschuss sitzt und sich auch in der Bürgerinitiative engagiert, wäre eine Sonderlösung aber denkbar. „Man könnte es so regeln, dass die Familien aus der Stadtrandsiedlung zwischen zwei Schulen wählen können“, sagte sie. Wie das rechtlich gehe, müsse eben geprüft werden. sym

OZ

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