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Greifswald Neue Studenten: Uni hofft auf Geldregen
Vorpommern Greifswald Neue Studenten: Uni hofft auf Geldregen
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00:00 04.10.2016

Wenn dieser Tage zahlreiche Studenten an der Ernst-Moritz-Arndt-Universität ein Studium aufnehmen, hoffen Vertreter der Hochschule, dass die Neuen schon eine erste Aufgabe erledigt haben – und zwar ihren Hauptwohnsitz ummelden. Denn je mehr künftig Greifswald in ihrem Personalausweis stehen haben, desto mehr Geld bekommt die Universität. Das Zauberwort heißt Wohnsitzprämie. Seit 2012 zahlt sie das Land zusätzlich, wenn über 50 Prozent der Neuimmatrikulierten eines Instituts aus einem anderen Bundesland herziehen und sich hier auch anmelden. MV profitiert wiederum von höheren Einwohnerzahlen, weil es dadurch mehr Mittel aus dem Länderfinanzausgleich gibt.

Im ersten Jahr erhielt die Universität 44000 Euro, im Jahr 2013 erhöhte sich der Betrag auf 197000 Euro. 2014 konnte die Universität 374000 Euro Wohnsitzprämie einwerben, für 2015 sind es 479000 Euro. Das Geld fließt hauptsächlich in die Lehre. Der schicke neue Internetauftritt der Uni konnte davon kürzlich auch gezahlt werden.

Es wäre schön, wenn sich der Betrag auch in diesem Jahr erhöht, meint Pressesprecher Jan Meßerschmidt. Dafür rührt er gemeinsam mit dem Greifswalder Stadtmarketing kräftig die Werbetrommel.

„Heimathafen Greifswald“ heißt die Kampagne, die sich zu einer richtigen Marke gemausert hat.

Was bekommen Studenten, die Neu-Greifswalder werden? Die Antwort auf diese Frage wird von Jahr zu Jahr länger. Zunächst sind sicherlich die 100 Euro Umzugshilfe attraktiv. Hinzu kommt ein Gutscheinheft mit 25 Rabatt-Angeboten von Firmen und Einrichtungen in der Stadt. Beispielsweise zahlen beim Lasertag zwei Personen den Preis von einer, im St. Spiritus kommt man für 5 Euro günstiger ins Konzert und im Tierparkcafé gibt es einen Pott Kaffee umsonst. Außerdem gibt es Thermobecher für Intensiv-Partygänger: Wer bei Clubs-U-Night am 5. November alle Läden abgeklappert hat, bekommt für seine Stempelsammlung ein solches Goody – so lange der Vorrat reicht. Außerdem warten noch haufenweise wasserdichte Fahrradsattelbezüge auf neue Greifswalder (!) Besitzer.

Lob gibt’s von der Chefin: „Ich bin unseren Studierenden und auch vielen anderen Mitgliedern der Universität sehr dankbar, dass sie sich mit so viel Einsatz für die Wohnsitzprämie engagieren", erklärt Uni-Rektorin Johanna Eleonore Weber. Übrigens: Laut Gesetz ist ummelden keine Option, sondern eine Pflicht. „Aber wir wollen nicht darauf pochen, sondern auf anderem Wege versuchen, die Studenten dazu zu bewegen“, sagt Meßerschmidt.

Ämter im Stadthaus haben länger geöffnet

Vom 4. bis 14. Oktober sind die Bereiche Einwohnermeldewesen, Kfz-Zulassung und Bewohnerparkausweise im Stadthaus am Markt zusätzlich am Montag- und Mittwochnachmittag von 14 bis 16 Uhr geöffnet. Die verlängerten Öffnungszeiten können nicht nur von Studenten, sondern von allen Bürgern genutzt werden. Zudem kann auch ein Antrag auf Umzugsbeihilfe von 100 Euro gestellt werden, die allerdings nur Studenten vorbehalten ist. Um die Beihilfe zu beantragen, wird als Nachweis die Studienbescheinigung, Immatrikulation oder ähnliches benötigt.

Kai Lachmann

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