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Greifswald Neue Technik für neue Herausforderungen
Vorpommern Greifswald Neue Technik für neue Herausforderungen
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00:00 22.03.2013
Auszubildender Tom Lindemann blickt in die Motorhaube des gesponsorten Autos. Quelle: cg
Greifswald

Der Beruf des Kfz-Mechatronikers ist im Wandel. Mit neuer Ausrüstung stellt sich die Greifswalder Berufsschule jetzt darauf ein: Gestern bekam sie von der Kfz-Innung ein Testauto gesponsert, an dem die Lehrlinge die Überprüfung von elektronischen Schäden lernen können. „Bisher mussten wir das Lesegerät an unseren eigenen, moderneren Fahrzeugen anschließen“, erzählt Azubi Mik Schofsky. Er lernt im dritten Jahr den Beruf des Kfz-Mechatronikers.

„Unser Beruf hat sich grundlegend gewandelt“, erklärt Ralf Schulz. Er ist Fachlehrer für Mechatronik an der Schule und seit 1978 in dem Beruf. Die Ausbilder in Greifswald hinkten in der Lehre hinterher; an den vorhandenen Testautos konnten ihre Lehrlinge beispielsweise Airbags und Klimaanlagen nicht auf ihre Funktionsfähigkeit überprüfen. Erst das neue Auto ermögliche eine vollständige Fahrzeuguntersuchung.

Immer häufiger sind Autoschäden auf elektronische Fehler zurückzuführen. „An der Mechanik ändert sich nichts mehr, die Fahrzeugfirmen spielen vermehrt an der Elektronik herum“, sagt Schulz. Das erfordere viel technisches Denkvermögen für die Ausbildung. Absolventen der Greifswalder Berufsschule versuchen diesen erhöhten Anforderungen gerecht zu werden, offenbar erfolgreich: Bei der Gesellenfreisprechung Anfang März hatten drei Kfz-Mechatroniker die Note „sehr gut“ in ihren Zeugnissen stehen, die Durchfallquote lag bei null. Von 19 Absolventen wurden 18 übernommen.

Doch auch in den Autowerkstätten steigt der Druck. Freie Betriebe können sich wegen der zunehmenden Spezialisierung einzelner Automarken nur noch schwer behaupten, viele Kunden gehen für Reparaturen in die Vertragswerkstätten ihrer Fahrzeughersteller.

„Die Herausforderungen an uns sind größer geworden“, sagt auch der Greifswalder Auszubildende Karsten Tiedeman. Doch die Lehrlinge sind es inzwischen gewohnt, dass sie an den Autos nur noch selten richtig Hand anlegen können. „Die Kabel in den Autos verlaufen teilweise im Minivoltbereich“, sagt Lehrer Schulz. Die Technik sei so sensibel, dass die Fehlersuche mehr logisches Kombinationsvermögen als handwerkliches Geschick erfordere.

Um bei dieser Entwicklung besser mithalten zu können, soll es in Zukunft eine weitere Fachrichtung innerhalb der Ausbildung geben. Ab 2014 möchte die Berufsschule Kfz-Informationstechniker ausbilden, die sich beispielsweise mit Navigationssystemen und der Vernetzung von Autos beschäftigen. Der Lehrgang ist als Spezialisierung im dritten Ausbildungsjahr geplant und richtet sich an Lehrlinge aus ganz MV.

Cem Güler

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