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Neue Umfrage: Diesmal lehnen Studenten Namenspatron ab

Arndt-Streit Neue Umfrage: Diesmal lehnen Studenten Namenspatron ab

Überraschendes Ergebnis der studentischen Urabstimmung an der Universität Greifswald: 53 Prozent der Studierenden sprechen sich gegen den Namen Ernst-Moritz-Arndt-Universität aus. 45 Prozent votieren dafür. Was ändert sich dadurch?

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In der Mensa am Schießwall zählten Studierende unter Leitung des Asta am Freitagabend die Ergebnisse der Urabstimmung aus.

Quelle: P.Binder

Greifswald. In der neuesten Umfrage zu Ernst Moritz Arndt spricht sich die Mehrheit der Studenten diesmal gegen den Namenspatron der Universität aus. 53 Prozent der Teilnehmer an der studentischen Urabstimmung lehnen den umstrittenen Schriftsteller ab. 45 Prozent befürworten den Namen. 15 Prozent der Studierenden nahmen an der Urabstimmung teil. Das ist weniger als die Hälfte bei der November-Abstimmung.

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Überraschendes Ergebnis der studentischen Urabstimmung an der Universität Greifswald: 53 Prozent der Studierenden sprechen sich gegen den Namen Ernst-Moritz-Arndt-Universität aus. 45 Prozent votieren dafür. Was ändert sich dadurch?

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Vor acht Wochen hatte eine die Uni auf Initiative des Senats ein Meinungsbild zum Patron online erhoben. Damals sprachen sich 43 Prozent der Studenten für den Namen Ernst-Moritz-Arndt-Universität aus, 38 für Universität Greifswald und 17 Prozent gaben an, dass beide Namen gleichermaßen akzeptabel sind. An der Onlinebefragung konnten auch alle Unimitarbeiter und Professoren teilnehmen. 49 Prozent votierten für den Erhalt des Namens, 34 Prozent dagegen.

Warum es jetzt überhaupt eine neue Abstimmung gab? Diese hatte Fabian Fischer (CDU) bereits vor einem knappen Jahr initiiert, nachdem der Senat den Namen der Uni mit Zweidrittelmehrheit abgelegt hatte. Die Entscheidung wurde später von der Bildungsministerin Birgit Hesse (SPD) wegen Formfehlern für ungültig erklärt. Allerdings war immer klar, dass es neuen Anlauf zur Ablegung des Namens geben wird. Jeder Student kann eine Urabstimmung erwirken, wenn mindestens zehn Prozent der Studierenden diese wünschen.

Arndt ist wegen antisemitischer und rassistischer Tendenzen in seinen Schriften umstritten. Seine Anhänger verehren ihn als Kämpfer für die Freiheit und die deutsche Einheit.

Der Senat der Universität entscheidet am Mittwoch erneut über die Ablegung des Namens. Abgestimmt werden soll zunächst über die Ablegung des Namens. Sollte dieser Antrag scheitern, kommen zwei Kompromissanträge zur Abstimmung: Universität Greifswald mit dem optionalen Zusatz „Ernst Moritz Arndt“ beziehungsweise der Beibehaltung des bestehenden Namens mit der Option, auf Universität Greifswald zu verkürzen. Sollten alle drei Anträge an der Zweidrittelmehrheit scheitern, bliebe es bei der bestehenden Bezeichnung.

Das Gremium ist weder an das Ergebnis der Onlinebefragung im Dezember noch an das der Urabstimmung gebunden. Trotzdem ist das neue Votum nicht wirkungslos. Es handelt sich um die erste Umfrage, die gegen Arndt endet. Bereits 2009 gab es eine studentische Urabstimmung zu Arndt. Damals sprachen sich 49,9 Prozent für die Beibehaltung des Namens aus, 43,3 Prozent dagegen.

Die Arndt-Befürworter mobilisieren wenige Tage vor der entscheidenden Senatssitzung ihre Anhänger. Mit der Demonstration wollen sie nochmals Druck auf die Uni ausüben, um die beantragte Ablegung des Uni-Namens „Ernst Moritz Arndt“ zu verhindern. Die Bürgerinitiative Ernst Moritz Arndt bleibt lädt am Sonnabend um 14 Uhr zu einer Menschengasse in die Greifswalder Innenstadt ein.

Katharina Degrassi

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