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Greifswald Neues Gesetz hält Jugendamt auf Trab
Vorpommern Greifswald Neues Gesetz hält Jugendamt auf Trab
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00:00 12.10.2017

Das am 1. Juli in Kraft getretene, reformierte Unterhaltsvorschussgesetz hat dem Jugendamt mehr als 1600 Neuanträge beschert. Zudem müssten 2500 Leistungsbescheide, die noch unter das Gesetz vor dem 1. Juli fielen, bearbeitet werden, teilte die Kreisverwaltung mit. Antragsteller müssten mit Bearbeitungs- beziehungsweise Bescheidungszeiten von drei bis fünf Monaten rechnen. Um die Wartezeit zu verkürzen, hatten Mitarbeiter des Kreis-Jugendamtes im September eine Sonderschicht eingelegt.

Das reformierte Unterhaltsvorschussgesetz bringt zwei Neuerungen mit sich. Erstens: Wurde der Unterhaltsvorschuss bisher nur 72 Monate gewährt, entfällt diese Grenze nun. Zweitens: Bisher endete die Zahlung dieser staatlichen Unterstützung mit dem 12. Geburtstag des Kindes. Jetzt steht dies allen Heranwachsenden bis zum 17. Lebensjahr zu. Vor allem Alleinerziehende dürften von dieser Regelung profitieren.

Die Höhe des Vorschusses beträgt für Kinder im Alter von 12 bis 18 Jahren 268 Euro monatlich. Für Kinder von 0 bis 5 Jahren sind es 150 Euro sowie für Mädchen und Jungen im Alter von 6 bis 11 Jahren 201 Euro pro Monat. Der Haken: Es kann passieren, dass Kinder, die nunmehr Unterhaltszuschuss bekommen, im Sinne des Gesetzes nicht mehr als hilfebedürftig gelten. Die Folge: Sie verlieren Sozialleistungen oder die Zuschüsse des Bildungs- und Teilhabepakets.

OZ

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