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Greifswald Neues Gesundheitszentrum in Greifswald
Vorpommern Greifswald Neues Gesundheitszentrum in Greifswald
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00:01 27.04.2016
Am 17. Juni findet die Eröff- nungsfeier statt.“Peter Hingst, Geschäftsführer
Greifswald

Über drei Millionen Euro hat die Gesundheitszentrum Greifswald GmbH (GZG) in ihren Neubau am Karl-Liebknecht-Ring investiert. Dort werden Patienten beispielsweise mit individuell angepassten High-Tech-Prothesen, Orthesen, orthopädischen Schuhen und verschiedenen Rollstühlen versorgt und betreut. Auch Hilfsmittel aller Art, wie etwa Rollatoren, gehören zum Angebotsspektrum — eine Komplettversorgung. Für Menschen, die behandlungsbedingt eine Perücke brauchen, gibt es im Haus dank eines Kooperationsvertrages sogar eine Friseurmeisterin.

Über drei Millionen Euro wurden in das moderne Haus am Liebknechtring investiert

32 Mitarbeiter inklusive Auszubildende arbeiten direkt für das GZG. „Die Hälfte der Investition erfolgte über Eigenmittel, die andere über einen Kredit“, sagt Geschäftsführer Peter Hingst. Der Pflegevorstand der Unimedizin ist der Vertreter des Mehrheitsgesellschafters (51 Prozent). 49 Prozent halten die BOS Orthopädische Werkstätten GmbH in Erfurt. Deren Chef Günter Stockmann ist der zweite Geschäftsführer des Greifswalder Unternehmens. Die Erfurter brachten bei der Gründung vor elf Jahren das nötige Know how mit.

Das Haus wirkt auf Besucher sehr großzügig. „Wir glauben, dass ein Wachstum um ein Drittel in der Zukunft möglich ist“, begründet Hingst. Dafür spreche schon die Alterung der Bevölkerung. Wachstum stand auch in den letzten elf Jahren auf der Tagesordnung. „Wir haben mit sieben Leuten angefangen und jetzt einen Umsatz von über fünfeinhalb Millionen Euro erreicht.“ Die Kunden kämen aus einem Umkreis von etwa 100 Kilometer, ergänzt Silke Spiering, Assistentin der Geschäftsführung. Die Verhältnisse an den vorher genutzten Standorten Fleischmannstraße und Gützkower Straße seien sehr beengt gewesen. Die Nähe zum Uniklinikum sei ein großer Vorzug des Standortes. Das Gebäude steht auf einem Grundstück der Hochschule, mit der ein Erbbaupachtvertrag geschlossen wurde.

Im Haus finden die Besucher sowohl klassische Handwerksarbeit als auch jede Menge rechnergestützter Untersuchungs- und Fertigungstechnik sowie High-Tech-Prothesen. So wird beispielsweise mit mehreren Kameras ganz exakt die Bewegung eines Menschen analysiert, der eine Amputation hinter sich hat. Am Ende stehen Maßanfertigungen von Prothesen, die möglichst perfekt angepasst sind. „Die Anbieter für diese Technik erwarten Zertifizierungen“, sagt Orthopädietechniker Wolfgang Losch. „Unsere Werkstatt hat sie.“ Die Chancen, sich trotz Amputation oder Lähmung wieder weitgehend normal zu bewegen, seien beeindruckend, unterstreicht Hingst. Im Angebot ist auch Bewegungsanalyse für Sportler. „Man sieht dank mehrerer Kameras genau, wie die Gelenke beim Laufen funktionieren, ob es Fehlstellungen der Füße gibt“, erläutert Losch. Über die Bewegungsanalyse könne man erreichen, dass es nicht zu Beschwerden oder Erkrankungen komme. Das ist allerdings keine Kassenleistung. Sie muss selbst bezahlt werden.

Von Eckhard Oberdörfer

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