Menü
Ostsee Zeitung | Ihre Zeitung aus Mecklenburg-Vorpommern
Anmelden
Greifswald Neues Haus der Gerichte für 14 Millionen Euro
Vorpommern Greifswald Neues Haus der Gerichte für 14 Millionen Euro
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
07:44 26.04.2017
Neben dem Grundbuchamt soll das neue Haus stehen. Quelle: Eckhard Oberdörfer

Seit 20 Jahren hat das Greifswalder Amtsgericht seinen Sitz in der Langen Straße. Den 25. Geburtstag des Einzugs wird die Justiz nicht mehr wirklich in dem einst als Sol- und Moorbad errichteten Gebäude feiern. „Der Mietvertrag mit dem Eigentümer läuft noch bis 2021“, informiert Jörg Dräger, Direktor des Amtsgerichts. Danach müsse noch einiges zurückgebaut werden, was für die Nutzung des Hauses als Gericht nötig war.

Die rund 100 Mitarbeiter werden dann in einen Neubau an der Domstraße ziehen. Dort sind schon das Verfassungs-, das Oberverwaltungs- und das Verwaltungsgericht ansässig. Im Zusammenhang mit der Gerichtsreform und der damit einhergehenden Stärkung des Standortes wurde dort schon ein Grundbuchamt gebaut. Außerdem beendet ein weiteres Obergericht Mecklenburg-Vorpommerns, das Finanzgericht, sein 2014 begonnenes Exil in der Spiegelsdorfer Wende und kommt ebenfalls in die Domstraße.

„Der Mietvertrag am jetzigen Standort ist nicht zum Vorteil Mecklenburg-Vorpommerns“, sagt Dräger. Laut Landeshaushalt beträgt die Miete in diesem Jahr 813000 Euro. Ein Gerichtszentrum in der Domstraße und auch ein Neubau in der Nachbarschaft der Erdmannschen Villa an der Europakreuzung waren auch früher schon im Gespräch.

„In den Neubau ziehen das Amtsgericht und das Verwaltungsgericht“, informiert Katja Riekers, persönliche Referentin von Justizmisterin Kathy Hoffmeister (CDU). Auch das Archiv und die zentrale Wachtmeisterei würden dort untergebracht.

In den Altbau an der Domstraße, das frühere Schwurgericht, ziehen die drei Obergerichte in MV, die in Greifswald beheimatet sind: Das Verfassungsgericht, das Oberverwaltungs- und das Finanzgericht.

Damit letzteres einziehen kann, müssen die frei werdenden Räume der Verwaltungsrichter noch hergerichtet werden, so Riekers. Ferner werde der Anbau an der Domstraße abgerissen, informiert sie.

„Wir haben in diesem Jahr den Auftrag für die Planungen erhalten“, sagt Christian Hoffmann, der Sprecher des Betriebs für Bau- und Liegenschaften (BBL). Inklusive der Planungsleistungen dürfe das neue Gerichtszentrum maximal 14 Millionen Euro kosten. Mit der Umsetzung habe man das Büro Butler Architekten Rostock beauftragt. Auf einen Termin für den Baubeginn will sich Hoffmann nicht festlegen. Den könne er zum gegenwärtigen Zeitpunkt noch nicht nennen.

eob

Landkreis weist innerhalb von fünf Jahren 22 Prozent weniger Bedarfsgemeinschaften auf

26.04.2017

Eine Vorsorgevollmacht ist wichtig. Warum, erklären Fachleute beim OZ-Leserforum

26.04.2017

68 Jugend- und eine Kinderfeuerwehr wetteifern

26.04.2017
Anzeige