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Greifswald Neues Landesarchiv wird in Greifswald gebaut
Vorpommern Greifswald Neues Landesarchiv wird in Greifswald gebaut
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14:03 11.08.2018
Blick auf das aktuelle Landesarchiv-Gebäude in Greifswald Quelle: Stefan Sauer
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Greifswald/Stralsund

Seit 70 Jahren werden die pommerschen Archivalien in einer dafür ungeeigneten früheren Kaserne verwahrt. Jetzt ist Abhilfe in Sicht. Neben dem gerade im Bau befindlichen Greifswalder Stadtarchiv „An den Wurthen“ soll ein neues Landesarchiv entstehen.

„Die Entscheidung für den neuen Standort des Pommerschen Landesarchivs und des Landeskirchliche Archivs ist gefallen“, informiert die Pressestelle der Stadt. Sie beruft sich auf ein Schreiben der Landesregierung. Schwerin schlage vor, „ab September die Gespräche weiterzuführen und zu erörtern, wie unser gemeinsames Projekt eines Archivzentrum Vorpommern konkret vorangetrieben werden kann“.

Wann der erste Spatenstich erfolge, lasse sich gegenwärtig noch nicht sagen, informiert der Sprecher von Bildungsministerin Birgit Hesse (SPD), Henning Lipski. Das Finanzministerium und der Betrieb für Bau und Liegenschaften müssten beteiligt werden. Der BBL verweist in der Regel darauf, dass zwischen Planungsauftrag und Baubeginn mindestens zweieinhalb Jahre vergehen.„Mitbewerber Stralsund konnte im Gegensatz zu Greifswald nicht die gesamte benötigte Fläche anbieten“, begründet Lipski die Entscheidung. Auch gebe es in Stralsund zwei Standorte, das Zentraldepot und das eigentliche Archiv im Katharinenkloster. Inklusive Kirchenarchiv gebe es in Greifswald die meisten Synergieeffekte.

Ob die Evangelisch-Lutherische Kirche in Norddeutschland (Nordkirche) mitmacht, ist indes noch nicht sicher. „Eine Entscheidung über eine Beteiligung der Nordkirche steht noch aus“, sagt Pressesprecher Stefan Döbler. „Die Gespräche darüber, wie eine solche Beteiligung konkret aussehen kann, sind noch nicht abgeschlossen.“ Die Nordkirchenakten werden aktuell bei einem professionellen Dienstleister in Hamburg, verwahrt. Ein weiterer Teil befindet sich zur Erschließung in Schwerin. Der frühere Standort, der Keller der Bischofsvilla in der Petershagenallee, erwies sich als ungeeignet. Für die Kirche gilt Greifswald als Standort als gesetzt.

Stralsund ist ein fairer Verlierer. „Es ist gut, dass eine Entscheidung für einen Standort gefallen und nun klar ist, wo in Vorpommern dieser wichtige Teil des Landesarchivguts aufbewahrt wird.“, kommentiert Sprecher Peter Koslik. Damit seien die Weichen für eine fachgerechte Lagerung und Nutzung der Bestände zu gestellt. „Davon profitieren wir alle.“

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