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Neustart als Betriebssportgemeinschaft des Rates der Stadt

Greifswald Neustart als Betriebssportgemeinschaft des Rates der Stadt

Sportvereine wurden 1945 verboten / Segler des früheren Yachtclubs halfen sich selbst

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Ein Boot des Greifswalder Yachtclubs auf Fahrt.

Quelle: Sammlung Yachtclub

Greifswald. Mit dem Ende des Zweiten Weltkriegs 1945 kam auch das zwischenzeitliche Ende des Greifswalder Yachtclubs, der in diesem Jahr seinen 90. Geburtstag feiert.

„Die sowjetische Besatzungsmacht verbot sämtliche Sportvereine“, so Wolfgang Radicke (Jahrgang 1929), der älteste aktive Segler des Vereins in seiner Festrede. Die Boote wurden als Reparationsleistung in die Sowjetunion abtransportiert. Die Ruderer seien als Ersten aufs Wasser zurückgekehrt. Sie nutzten gerettete Boote, die zuvor auf dem Ryck trieben. Um die Erlaubnis zu bekommen, habe man Mitglied der Antifa-Jugend werden müssen, dem Vorläufer der Freien Deutschen Jugend (FDJ).

Die ersten Segler waren Mitglieder der Hochschulsportgemeinschaft (HSG). Sie nutzten zwei Jollen und den Kutter des Zoologischen Instituts. Ehemalige Mitglieder des Yachtclubs hätten aus dem Ryck Boote geborgen und versucht, diese wieder aufzubauen, berichtet Radicke. Rudolf Mastmeier, Segler aus Stettin und nun Greifswalder, verhandelte mit Hein Hübner vom Deutschen Sportbund über die Gründung einer Segelsparte. Am 18 Januar 1949 fand das erste Treffen von sieben Seglern statt. Mastmeier wurde Vorsitzender der Sektion Segeln der Betriebssportgemeinschaft Einheit (BSG) des Rates der Stadt Greifswald. 1950 gab es schon 29 Mitglieder mit acht Kajütbooten und drei Jollen. Die Liegeplätze befanden sich weiter in Wieck und auf der Werft Hoffschild. Das frühere Clublokal „Jakobs“ in Wieck war nun Fischverarbeitungsbetrieb geworden. Da es keine Gelegenheit gab, die Baumwollsegel zu trocknen, bekamen die Segler 1954 das Gelände der ehemaligen Militärbadeanstalt in Eldena zur kostenlosen Nutzung. „Es war eine feuchte Wiese, die Holzgebäude waren verheizt worden“, so Radicke. Die Segler errichteten selbst ein Bootshaus. 30 Tonnen Betonbrocken des gesprengten Flugplatzes Ladebow und selbstgeschnittenes Rohr fürs Dach wurden eingesetzt. 1956 bekamen die Segler 15000 Mark aus Lottomitteln.

1959 begann dann ein Brigade der LPG Eldena an Wochenenden mit Unterstützung der Segler mit der Errichtung des Gebäudes. 1961 wurde es erstmals genutzt. Die Sportler hatten bis dahin 12000 freiwillige, unbezahlte Arbeitsstunden fürs Haus erbracht.

(wird fortgesetzt)

OZ

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