Menü
Ostsee Zeitung | Ihre Zeitung aus Mecklenburg-Vorpommern
Anmelden
Greifswald Niedrige Zinsen kosteten Greifswalder 1000 Euro seit 2009
Vorpommern Greifswald Niedrige Zinsen kosteten Greifswalder 1000 Euro seit 2009
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:01 12.04.2016
Filialdirektor Alexander Sosnitza (links) und Pressesprecher Mathias Paulokat präsentieren stolz die 2015 verliehenen Auszeichnungen für Privat- und Geschäftskunden im „City Contest“. Quelle: Eckhard Oberdörfer
Greifswald

Ein Prozent auf Festgeld bedeuten real Verluste für Sparer. „Die Niedrigzinsen haben jeden Greifswalder seit 2009 durchschnittlich eintausend Euro Kaufkraft gekostet“, hat Alexander Sosnitza ausgerechnet. Er ist Direktor der Commerzbank in Greifswald, neben Pasewalk der einzigen Niederlassung im Landkreis Vorpommern-Greifswald. „Es gibt keine Alternative zu Wertpapieren. Sparen als Altersvorsorge funktioniert unter diesen Bedingungen nicht.“

Viele seiner Kunden hätten das bereits erkannt. Sie interessierten sich für Fonds und Aktien und setzten auf die Kompetenz der Bank als Vermögensverwalter. „Die Kunden hatten uns dafür 2014 schon 13 Millionen Euro überlassen“, sagt Sosnitza. Jetzt seien es 15 Millionen Euro, ein Anstieg von 15 Prozent in nur einem Jahr. Die Vorpommern wollten in der Regel ihr Vermögen erhalten und eine moderate Rendite erreichen, wenn sie zur Beratung in die Bank kommen. „Der Trend hält 2016 sowohl in Greifswald als auch in Pasewalk unvermindert an.“ Einsteigen könne man schon mit geringen Summen, wirbt Pressesprecher Mathias Paulokat. Bei den niedrigen Zinsen lohnt sich für die Greifswalder natürlich auch der Gang zur Bank, um sich Wünsche finanzieren zu lassen. Bei Konsumentenkrediten habe man eine Steigerung um 1,25 Millionen Euro erreichen können. Viele Greifswalder setzten auf Häuser und Grundstücke. „Wir haben Immobilien im Wert von knapp zehn Millionen Euro finanziert“, berichtet Sosnitza. Die Kunden legten besonderen Wert auf eine langjährige Zinsbindung, sprich dauerhaft niedrige Werte. Das Wachstum im Kreditgeschäft sei deutlich zweistellig gewesen.

Die Commerzbank sei auf Erfolgskurs. „Wir betreuen jetzt knapp 10400 Privat- und Geschäftskunden“, so Sosnitza. Pro Monat sei ein Wachstum von 24 Neukunden netto erreicht worden.

Wachstum lasse sich aber nur noch durch Verdrängung erreichen, schätzt Paulokat ein. „Deshalb investieren wir auch in unsere digitalen Angebote.“ Die Commerzbank sei selbst über das Interesse an bestimmten neuen digitalen Angeboten überrascht gewesen. „Wir mussten zum Beispiel zusätzliche Serverkapazität für unsere Kontostandsapp zur Verfügung stellen“, erzählt Paulokat. Diese sei beispielsweise für Selbstständige offenbar sehr interessant. Viele nutzten sie mehrmals täglich.

Die Investitionen in digitale Angebote bedeuteten nicht Einschränkungen bei Öffnungszeiten, Angeboten oder Personal. Kunden wollten beides, schätzt Paulokat ein. Für diejenigen, die viel Geld haben, würden übrigens 2016 in Deutschland in etwa 50 Städten besondere Beratungsstellen neu geschaffen, berichtet Sosnitza. Eine Verdopplung gegenüber dem letzten Jahr. Für MV gibt es künftig in Rostock so einen Standort.

Von eob

FSV scheitert gegen Penkun an Chancenverwertung

12.04.2016

Die HSG Uni verkaufte sich im Stadtderby gegen den Favoriten lange Zeit teuer

12.04.2016

Innenminister Lorenz Caffier überbringt öffentliche Mittel für die Sportstättenförderung

12.04.2016
Anzeige