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Greifswald Der lange Weg zum Schulbau am Greifswalder Stadtrand
Vorpommern Greifswald Der lange Weg zum Schulbau am Greifswalder Stadtrand
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15:32 15.04.2019
Die Kindereinrichtungen beim Festzug zur 800-Jahr-Feier Quelle: HGW
Dersekow

Ditmar Virgils (63) amtiert seit der letzten Wahl als Bürgermeister von Dersekow. Bei den neuen Wahlen im Mai tritt der frühere Berufsfeuerwehrmann nicht wieder an. OZ zog mit ihm Bilanz.

Hat es keinen Spaß gemacht?

Doch, auch wenn es nicht immer einfach war. Aber ich habe von Anfang an gesagt, dass ich nureine Legislaturperiode amtieren will. Es ist Zeit für neue Akzente für neue Leute. Mit meinem bisherigen Stellvertreter Robert Lossau kandidiert eine sehr geeignete Persönlichkeit. Ich hoffe, dass er neben seiner Berufstätigkeit die nötige Zeit für das Ehrenamt findet.

Sind Sie enttäuscht, dass es keine Großgemeinde Landhagen gibt? Sie waren ja bis zuletzt einer der Befürworter, während die Mehrheit der Gemeindevertreter nach der sehr gut besuchten Anhörung der Bürger umschwenkte und dagegen stimmte.

Nein, das war eine demokratische Entscheidung, die ich akzeptiere. Viele Bürger haben mitgewirkt, und in naher Zukunft gibt es auch keinen Handlungsbedarf für Dersekow. Allerdings gab es gute Gründe für die Fusion. Möglicherweise kommt das Thema später wieder auf die Tagesordnung.

Der Höhepunkt Ihrer Amtszeit war die 800-Jahr-Feier im letzten Jahr?

Ja, es war einfach toll, wie viele Bürger sich beteiligt und wie die Firmen das Festkomitee unterstützt haben. Auch ganz viele junge Leute haben mitgemacht. Antje Schmidt hat einen tollen Festumzug auf die Beine gestellt.

Am Anfang war ihr Verhältnis zur Freiwilligen Feuerwehr nicht besonders gut. Wie sieht es heute aus?

Unsere Zusammenarbeit ist wirklich gut, Wehrleiter Thomas Putzar kommt zu jeder Gemeindevertretersitzung. Unsere Feuerwehr ist personell gut aufgestellt und immer einsatzbereit. Ich hoffe, dass es über ein Programm zur Förderung des ländlichen Raums jetzt auch weitere Investitionen in die Technik geben wird. Die CDU unterstützt uns dabei sehr.

Ein großes Thema ihrer Amtszeit war der Bau einer neuen Grundschule des Amtes in Dersekow. Aber noch liegt nicht einmal eine konkrete Planung vor, um Fördermittel zu beantragen. Woran liegt das?

Wir müssen uns an die Gesetze halten, sonst gibt es keine Fördermittel. Darum dauert es so lange. Das ist für die Eltern und auch die Lehrer schwer zu verstehen. Zunächst benötigten wir ein Gutachten, um zu belegen, dass am geplanten Standort keine Risiken durch die bestehende Biogasanlage gibt. Dann mussten die Planungen europaweit ausgeschrieben werden, das kostete ein weiteres Jahr. Das Greifswalder Büro, das sich als einziges beworben hatte, hat nun den Auftrag. Wir gehen davon aus, dass Mitte des Jahres die nötigen Unterlagen für den Fördermittelantrag vorliegen.

Ist die Idee eines Gemeindezentrums im jetzigen Grundschulgebäude noch aktuell?

Ja, das wäre für das Dorf eine gute Sache, aber auch das kann erst nach Einweihung des Neubaus erfolgen. Wir wollen jetzt erst einmal in das Vereinshaus am Sportplatz investieren, um es besser vorübergehend als Gemeindezentrum nutzen zu können.

Der Haushalt ist verabschiedet. Wo investiert Dersekow in diesem Jahr noch?

Wir möchten gern im ländlichen Wegebau investieren und den Neubau von Garagen fortsetzen.

Der Verkauf der gemeindeeigenen Wohnblöcke ist also kein Thema?

Das war es nie. Unsere Wohnungen sind seit der Wende immer alle vermietet. Wir werden dort weiter investieren. Die Wohnungsverwaltung Bläße leistet eine sehr gute Arbeit, auch der Sozialausschuss kümmert sich sehr. Von dort kommt die Initiative für den Garagenneubau und auch für die Anlegung eines neuen Spielplatzes.

Dersekow hat jetzt 1050 Einwohner und ist dank guter Infrastruktur auch für stadtmüde Greifswalder ein guter Ort. Gibt es noch Bauplätze?

Ja, es gibt noch Lücken und in Dersekow wird auch aktuell gebaut. Durch den schrittweisen Abriss alter Hallen entsteht auf Gelände der Agrar GmbH ein neues Wohngebiet. Dort wird auch aktuell gebaut, das ist gut für das Dorf. Wir bekommen auch eine neue Straße, die auf Wunsch des Landeigentümers Bismarckstraße heißen soll.

Waren Sie mit der Arbeit des Amtes Landhagen zufrieden?

Ja, die Mitarbeiter sind sehr hilfsbereit und das Amt hat sich durch Umstrukturierungen um mehr Effizienz bemüht und versuchte, Ausfälle zu kompensieren. In der nächsten Legislaturperiode müssen Weichen gestellt werden, um das Amt für die Zukunft, besonders die Digitalisierung, richtig aufzustellen.

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