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Greifswald Odebrechtstiftung investiert 1,6 Millionen Euro
Vorpommern Greifswald Odebrechtstiftung investiert 1,6 Millionen Euro
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00:00 26.09.2018
So soll das neue Ergotherapiegebäude auf dem Gelände der Stiftung aussehen. ANIMATION: HINZ+HINZ ARCHITEKTEN
Greifswald

Auf dem weitläufigen Gelände der Odebrechtstiftung Gützkower Landstraße entsteht ein neues Haus für das Ergotherapieangebot des Evangelischen Krankenhauses „Bethanien“.

Die Ergotherapeutinnen Anja Rohde (links) und Kerstin Fischer demonstrieren ihre Arbeit. Quelle: Foto: Eckhard Oberdörfer

„Mit dem Bau dieses Gebäudes werden sich die Bedingungen für die Patienten und Mitarbeiter erheblich verbessern“, kündigte Mecklenburg-Vorpommerns Gesundheitsminister Harry Glawe (CDU) auf dem Richtfest in diesem Monat an. Im ersten Halbjahr 2019 soll die Übergabe erfolgen.

Die Landesregierung unterstützt das Vorhaben mit einer Million Euro. Alles in allem werden 1,6 Millionen Euro investiert. „Die neue Ergotherapie ersetzt unser altes, nicht mehr zeitgemäßes Haus“, erläutert Geschäftsführer Hanns-Diethard Voigt. Das ist eine 1963 ursprünglich für das Seminar für kirchlichen Dienst errichtete Baracke, freundlicher gesagt ein „schwedisches Fertigteilhaus in Holzrahmenbauweise“. Das neue Gebäude der Ergotherapie werde nicht nur moderner, sondern zugleich etwas größer als das alte Haus. „Unsere Kollegen leisten auch unter den jetzigen Bedingungen eine sehr gute Arbeit“, betont Hanns-Diethard Voigt. Das könne man über die Rückmeldungen der Patienten belegen. Insgesamt seien 18 Kollegen in der Ergotherapie der Odebrechtstiftung tätig. Die Kollegen arbeiten nicht nur in Greifswald, sondern auch in Demmin und Wolgast.

Vom Neubau würden fast alle Patienten, mit Ausnahme der bettlägrigen, profitieren, betont Voigt. „Ergotherapie ist ein wichtiger Baustein in der Behandlung von Patienten mit seelischen Erkrankungen“, ergänzt Harry Glawe, der selbst mehrere Jahre in der DDR als Krankenpfleger in der Neurologie und Psychiatrie des Uniklinikums Greifswald gearbeitet hat.

Am Evangelischen Krankenhaus „Bethanien“ gibt es derzeit 172 vollstationäre und 101 teilstationäre Betten, um seelische Erkrankungen inklusive akuter Notfälle zu behandeln. Die Patienten kommen aus Greifswald und Wolgast sowie Teilen der Kreise Vorpommern-Greifswald und Mecklenburgische Seenplatte. Nach Schwerin sei die Odebrechtstiftung die zweitgrößte ihrer Art in Mecklenburg-Vorpommern, informiert Voigt.

Das Spektrum der Therapien reicht deutlich über die psychiatrische und psychotherapeutische Behandlung hinaus. Es gibt unter anderem Sozio- und Famillien-, Physio-, Sport-, Bewegungs-, Musik-, Kunst-, Entspannungs- und Lichttherapie. Die Odebrechtstiftung verfügt auch über eine Sporthalle und ein Bewegungsbad. Und sie ist Träger des Evangelischen Schulzentrums Martinschule und des Evangelischen Altenhilfezentrums „Paul Gerhardt“.

Vor sieben Jahren erfolgte die Gründung eines Medizinischen Versorgungszentrums mit den Standorten Schuhhagen und Gützkower Landstraße.

Die Odebrechtstiftung ist einer der größeren Arbeitgeber in Greifswald. „Insgesamt haben wir 850 Mitarbeiter“, so Hanns-Diethard Voigt. Im letzten Jahrzehnt seien die Gesamtkapazitäten kontinuierlich gewachsen. Ob das so weitergehe, hänge nicht zuletzt von den gesetzten Rahmenbedingungen in Land und Bund ab. „Wir bauen immer und haben viele Vorhaben“, berichtet Hanns-Diethard Voigt weiter. „So müssten wir ein neues Medizinisches Versorgungszentrum bauen“, sagt der Geschäftsführer. Ferner plane die Stiftung den Bau einer Sporthalle für die Greifswalder Martinschule.

Die Johanna-Odebrecht-Stiftung Greifswald ist auch in anderen Orten im Osten von MV aktiv. In Wolgast beispielsweise wurde in diesem Monat eine neue Tagesklinik eröffnet.

Eckhard Oberdörfer

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