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Greifswald Orgelnacht im Greifswalder Dom
Vorpommern Greifswald Orgelnacht im Greifswalder Dom
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11:07 02.12.2018
Im Greifswalder Dom Quelle: Peter Binder
Greifswald

Durchhaltevermögen und Neugier sind gefragt, wenn es um jene „Musiknächte“ geht, zu denen das universitäre Institut für Kirchenmusik und Musikwissenschaft immer mal wieder in den Dom St. Nikolai zu Greifswald einlädt. Nun gab es eine „Orgelnacht“; spannend, weil man vorher nicht wusste, mit was für einem wohl wieder an der Mitternachtsgrenze kratzenden Programm zu rechnen war. Aber in der Weihnachtszeit darf man mit Überraschungen ohnehin rechnen.

Diesmal ging es um Meister mit recht unterschiedlichen Jubiläums-Beziehungen zum Jahr 2018. Und um eine attraktive Mischung von Altem und Neuem, Originalem und Bearbeitungen. So bunt der Stilmix, so breit die wieder beeindruckend vielfältig ausgereizten Klangmöglichkeiten der Domorgel. Geschuldet war das einem Programm, für das sich gleich vier Organisten einsetzten: Johannes Gebhardt mit Vivaldi/Bach (op. 3/11) und einer fulminanten Passacaglia von Gerard Bunk (1888-1958) sowie Matthias Schneider, der mit Couperins Messe à l` usage ordinaire des paroisses die Rarität einer auch gregorianisch vokal intendierten Orgelmesse präsentierte.

Frank Dittmer ließ sich ebenfalls mit Orgelstücken Bunks (Op. 65) sowie mit Werken von Manfred Kluge (1928-1971, Fantasie in 3 Rhythmen) und der faszinierenden Französin Jeanne Demessieux (, 1921-1968, Te deum op. 11) hören, während Jochen A. Modeß eigene Bearbeitungen von Rossini (aus der „Petit messe solonelle“), Tschaikowski (Finale der 6. Sinfonie) und Schubert (e-Moll-Fuge op. posth) sowie Franz Lehars eher unterhaltsame „Rotary-Hymne bot. Viele Möglichkeiten also, Personalstilen nachzulauschen, Musizierhaltungen und Kompositionskünste zu identifizieren und Registriervarianten zu bewundern; das Können der Protagonisten sowieso. Vorzeitiges Ermüden eher unwahrscheinlich!

Ekkehard Ochs

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