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Greifswald Ortsrat Eldena für Verkauf auf Zeltplatz
Vorpommern Greifswald Ortsrat Eldena für Verkauf auf Zeltplatz
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00:00 29.11.2016

Der Streit um den Verkauf der städtischen Fläche auf dem Campingplatz „An der Dänischen Wiek“ an Investor Carsten Becker geht weiter. „Wir sind sehr verärgert über die ignorante Entscheidung des Finanzausschusses“, kommentiert der Vorsitzende der Ortsteilvertretung, Helmut Holzrichter (CDU). „Das ist politische Verbohrtheit.“

Der Finanzausschuss hatte mit acht gegen vier Stimmen zum zweiten Mal den Verkauf des Stadt-Grundstücks an Campingplatzbetreiber Carsten Becker abgelehnt (die OZ berichtete). Im Wirtschaftsausschuss gab es eine knappe Mehrheit für den Verkauf bei sieben Enthaltungen. Nach OZ-Informationen ging die Tendenz aber auch gegen den Verkauf. Bevorzugt wird von diesen Bürgerschaftsmitgliedern ein langjähriger Erbpachtvertrag, wie er beispielsweise bei Wohnbauten häufig gewählt wird. Bei dieser Variante bliebe die Stadt Eigentümer und würde von Becker jährlich einen Erbbauzins bekommen. Er könnte das Grundstück vererben. Einschränkungen gebe es für ihn, wenn er das Grundstück mit Krediten belasten will. Dass ein Campingplatz gut und wichtig für Greifswald ist, ist Konsens in der Bürgerschaft. Über die Erbbaupacht behalte man Steuerungsmöglichkeiten, sagen Verkaufsgegner. Die CDU unterstützt den Verkauf.

Becker lehnt einen Erbbaurechtsvertrag ab und beruft sich auf Vorgespräche mit der Verwaltung zum künftigen Kauf und die Erfüllung einer Auflage der Stadt: Er sollte und hat die Flächen um das mitten auf dem Zeltplatz liegende städtische Grundstück erworben. Wenn er nicht von der Stadt kaufen kann, dann will er 2017 nicht wieder eröffnen. Das hat Becker immer wieder betont.

Holzrichter nennt noch mehr Gründe, warum der Ortsrat für den Verkauf ist. „Die Stadt würde dann im Zuge eines Tauschs von Carsten Becker Flächen bekommen, die sie benötigt“, argumentiert er. Da gehe es um den Grünstreifen, der laut Plan zum Wohngebiet am Bogislawweg gehört, und einen Gehweg an der Wolgaster Landstraße. Ferner solle ja der Investor über einen städtebaulichen Vertrag den gewünschten Bebauungsplan für den Campingplatz und den Ausbau der geplanten Kreuzung Zufahrt/Wolgaster Landstraße/Rostocker Straße bezahlen.

Befürchtungen, Becker wolle hier eines Tages Luxuswohnungen erbauen, kann Holzrichter nicht nachvollziehen. Denn dafür müsse der Bebauungsplan geändert werden und das könne nur die Bürgerschaft. Das Stadtparlament wird im Dezember über den Verkauf an Becker entscheiden. eob

OZ

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