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Osterspaziergang auf der Millionen-Baustelle

Usedom Osterspaziergang auf der Millionen-Baustelle

Gäste besichtigen mit Bürgermeister Storrer den Usedomer Hafen

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„Wichtig ist eine vernünftige Gastronomie. Ideal wäre eine kleine Pension mit 25 Zimmern, damit Reisebusse hier Station machen können.Silvio Beyer (44), Unternehmer

Usedom. Wolfgang Heidmann fragt sich, warum es jetzt im Hafen nicht weitergeht. „Das Frühjahr geht ins Land und hier liegt alles still“, bemängelt der Usedomer. Der Rentner hatte sich gestern, wie rund 40 andere Einwohner und Gäste, auf den Weg ins künftige See-Center gemacht, wo Bürgermeister Jochen Storrer den Zuhörern keine Anwort schuldig blieb. „Die Baufirma braucht zur Uferbefestigung 20 bis 30 Meter lange Stahlträger. Und die gibt es nunmal nicht im Baumarkt. Manche sagen, die kommen gar aus China, andere sagen Luxemburg. Mitte Mai soll es aber weitergehen.“

OZ-Bild

Gäste besichtigen mit Bürgermeister Storrer den Usedomer Hafen

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Die vielen Tonnen Kies, die auf dem Hafenvorplatz lagern, dienen der Setzung des Baugrundes. Die Firma Colcrete von Essen hat Setzungspegel eingebracht..

Im Sommer soll das alte Hafenbecken mit eben diesem Kies verfüllt werden. Gedacht ist hier später an ein Wasserspiel, in dem Kinder planschen können.

Die Zuhörer erfahren, dass da, wo frührer die Fischerhütten standen, ein Hafenmeistergebäude, eine kleine Slipanlage und drei Buden errichtet werden sollen, in denen sich Fischer etablieren können.

Auch eine museale Nutzung zur Präsentation maritimen Brauchtums ist im Gespräch.

Zum Ortsteil Paske soll ein Pontonsteg für Radfahrer und Fußgänger führen. Er wird gleichzeitig der Bootsanleger für 64 Gastlieger und auf der anderen Seite für 30 Dauerlieger sein. Da Letztgenannter von der Förderung ausgenommen ist, müssen die Liegeplätze von den Einheimischen erworben werden. Wie Storrer erklärt, sollen sich zwei Einheimische immer einen schwimmenden Anleger teilen. Eine kleine Klappbrücke soll ihnen zu festen Öffnungszeiten den Durchlass ermöglichen.

Noch mit einem Fragezeichen versehen ist ein 60 Meter langer Steg für Fahrgastschiffe. „Das Projekt liegt fix und fertig in Schwerin. Um den sogenannten Fingersteg genehmigt zu bekommen, müssen wir aber den Bedarf nachweisen. Es gab zwar mehrere Anfragen, aber schriftlich haben wir das erst von der ,Weißen Düne’ und vom Fahrgastschiff-Unternehmen Hartmut Wolf aus Ückeritz. Wir brauchen noch weitere verbindliche Zusagen“, erklärt Storrer.

Wichtig ist den Usedomern und ihren Gästen die Gastronomie im künftigen See-Center. So äußerten sich gestern unter anderem die Berliner Stammurlauber Helga und Peter Zeidler hoffnungsvoll: „Hier muss man richtig schön sitzen können und Fisch essen.“ Die Gastronomie soll laut Bürgermeister so schnell wie möglich ausgeschrieben werden. Silvio Beyer findet, dass eine Pension mit 25 Zimmern ideal wäre, damit Busreisende hier unterkommen können. Das wird bestimmt gut angenommen.“

Bleibt noch die Frage, was die Naturschützer sagen. „Wir kooperieren bisher sehr gut miteinander“, betont Storrer. Kooperation heißt zum Beispiel, dass die Fischotter im See zwischen Hechtgraben und Welzin eine Insel bekommen haben. Kooperation heißt ferner, dass die Umgehungsstraße einen Schlenker um drei Weiden macht, weil die knorrigen Bäume als Biotop eingetragen worden sind. Un

d schließlich heißt Kooperation auch, dass die B 110 an zwei Stellen für Otterdurchlässe durchörtert werden muss – für 100 000 Euro.

Ingrid Nadler

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