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Greifswald Zweites Verlegeschiff für Nord Stream 2 im Einsatz
Vorpommern Greifswald Zweites Verlegeschiff für Nord Stream 2 im Einsatz
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20:34 06.10.2018
Neben dem Schiff „Castoro 10“ ist seit Sonnabend auch das Verlegeschiff „Audacia“ im Einsatz, wie Nord Stream 2 am Sonnabend mitteilte. Quelle: Allseas
Lubmin

Die Gazprom-Tochter Nord Stream 2 setzt die Arbeiten zum Bau der Ostseepipeline trotz anhaltender Kritik aus den USA, der Ukraine und Polen fort. Neben dem Schiff «Castoro 10» ist seit Samstag auch das Verlegeschiff «Audacia» vor der deutschen Küste im Einsatz, wie Nord Stream 2 am Samstag mitteilte. Die «Audacia» des schweizerischen Offshore-Pipelineverlegers Allseas werde etwa 38 Kilometer der Ostseepipeline in den tieferen deutschen Territorialgewässern sowie der deutschen Ausschließlichen Wirtschaftszone (AWZ) verlegen.

Im Greifswalder Bodden nahe dem deutschen Anlandepunkt Lubmin (Vorpommern-Greifswald) hat das Verlegeschiff «Castoro 10» inzwischen rund 20 Kilometer der 1200 Kilometer langen Ostseepipeline im Meeresboden versenkt. Auch in finnischen Gewässern haben die Verlegearbeiten bereits begonnen.

Die Verlegung der Pipeline ist in allen Ländern genehmigt - bis auf Dänemark. Im August beantragte Nord Stream 2 als «Vorsichtsmaßnahme» zusätzlich eine Alternativroute, die nicht durch die dänischen Küstengewässer, sondern durch die Ausschließliche Wirtschaftszone Dänemarks führt. Diese längere Alternativroute wird lediglich nach umweltrelevanten und meeressicherheitsrelevanten Gesichtspunkten beurteilt, aber nicht nach einer Vereinbarkeit mit dänischen außen- und verteidigungspolitischen Interessen. Ein Sprecher des dänischen Ministeriums für Energie, Forschung und Klima sagte, dass beide Anträge in Bearbeitung seien.

Nord Stream 2 will die Verlegung der Pipeline im Greifswalder Bodden im Herbst abschließen. Bis Ende des Jahres soll der Graben in diesem sensiblen Ostseerandgewässer wieder verfüllt sein. Die etwa 1200 Kilometer lange Leitung mit einer jährlichen Transportkapazität von 55 Milliarden Kubikmeter soll ab Ende 2019 Erdgas aus Russland nach Deutschland liefern.

dpa

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