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Ostvorpommern A 20 bei Jarmen wird zur Großbaustelle
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00:00 29.04.2017
Die Peenebrücke auf der A 20 wird ab Dienstag saniert. Das bedeutet Sperrung der Anschlussstellen Jarmen und Gützkow. Quelle: Foto: Cornelia Meerkatz
Gützkow/Jarmen

Ab Dienstag müssen Urlauber von und zur Insel Usedom große Umwege in Kauf nehmen. Grund sind die Bauarbeiten auf der A 20 bei Jarmen. Ab 2. Mai bis Ende November werden auf einer Länge von 7,5 Kilometern die zweispurigen Fahrbahnen in beide Richtungen gefräst und die Binde- und Deckschicht erneuert. Zudem wird die 1111 Meter lange Peene-Brücke bei Jarmen saniert. Die Kosten für die Gesamtbaumaßnahme betragen 9,87 Millionen Euro, die der Bund zur Verfügung stellt.

Urlauber müssen große Umwege fahren / Von Usedom nach Rostock nür über Greifswald

Am Dienstag, dem 2. Mai, beginnt nun der erste Bauabschnitt: Bis voraussichtlich 30. Juni wird die Fahrbahn in Richtung Lübeck saniert. Ab 11. September folgt der zweite Bauabschnitt in der Gegenrichtung. Die dringend erforderlichen Baumaßnahmen wurden durch das Landesamt für Straßenbau und Verkehr geplant und mit Usedomer Tourismusvertretern so abgestimmt, dass sie außerhalb der Haupturlaubssaison erfolgen.

„Die Brückenbauarbeiten waren zunächst nicht vorgesehen, sondern nur die planmäßige Fahrbahninstandsetzung, die alle 18 bis 20 Jahre erfolgt“, erläutert die Pressesprecherin des Verkehrsministeriums, Renate Gundlach. Doch da sich auf der Brücke über die Peene die Übergänge derart verschoben haben und große Zwischenräume aufweisen, sei deren Kompletterneuerung unumgänglich. Die Peenebrücke und der gesamte Autobahnabschnitt waren 1999 in Betrieb genommen worden.

Ab kommenden Dienstag wird die Fahrbahn in Richtung Lübeck gesperrt. Der Verkehr wird in dieser Zeit mit einer Spur je Richtung über die Fahrbahn in Richtung Stettin geführt. Die zulässige Höchstgeschwindigkeit wird auf dem Abschnitt in diesem Zeitraum auf 80 km/h begrenzt. Auf der Peenebrücke sind nur 40 km/h erlaubt.

Die Anschlussstellen Gützkow und Jarmen werden teilgesperrt. Dort ist während der Baumaßnahme zunächst nur die Auffahrt auf die A 20 in Richtung Stettin und die Abfahrt aus Richtung Lübeck möglich.

Fahrzeuge auf der A 20 aus Richtung Stettin mit Ziel Usedom müssen die Autobahn an der Anschlussstelle Anklam verlassen. Von dort werden sie über die L 35 zur B 111 bei Gützkow geführt.

Nach dem 1. Juni erfolgt die Umleitung zur Insel Usedom über die B 199 – sie führt von der Anschlussstelle Jarmen bis nach Anklam – und dann über die B 109. Dort wird derzeit noch an der Bahnbrücke in Anklam gearbeitet. Aber ab 1. Juni soll der Verkehr wieder zweistreifig über die Bahnbrücke rollen. Fahrzeuge, die von Usedom über die B 111 kommend in Richtung Lübeck wollen, müssen in Moeckow Berg auf die B 109 fahren und von dort an der Anschlussstelle Greifswald auf die A 20 fahren. In Richtung Stettin wird die Fahrbahn auf der A 20 in einem zweiten Bauabschnitt nach Saisonende ab 11.

September bis voraussichtlich 30. November erneuert.

Der zeitliche Rahmen für die Bauarbeiten sei mit den Tourismusvertretern der Insel Usedom abgestimmt worden, teilt Gundlach mit. Anfang März hatte die Straßenbauverwaltung den Tourismusverband der Insel über die Bauarbeiten informiert. Mitte März wurden dann zusammen mit dem Verkehrsministerium und dem Landesamt für Straßenbau und Verkehr Anregungen der Tourismusexperten und ihre Umsetzbarkeit besprochen. „Dank akribischer Planungen kann der Wunsch, dass die Bauarbeiten nicht die Urlauberströme in der Hauptsaison beeinträchtigen, erfüllt werden“, heißt es seitens des Verkehrsministeriums.

Auch der Wunsch nach einer Umleitungsbeschilderung, die an- und abreisenden Gästen der Insel die optimalen Reiserouten gut erkennbar anzeigt, wurde erfüllt. Der Beschilderungsplan für den ersten Bauabschnitt wurde mit dem Tourismusverband abgestimmt. Vereinbart wurde zudem, dass die Gastgeber auf der Insel ihren Gästen mit der Buchungsbestätigung die neuen An- und Abfahrtsrouten während der Bauzeit übermitteln. Außerdem veröffentlicht der Tourismusverband diese Informationen auf seiner Internetseite. Der Vorstandsvorsitzende des Tourismusverbandes, Sebastian Ader, bewertete die Einbeziehung des Gremiums als sehr positiv. „Diese Vorgehensweise haben wir bereits bei den Baumaßnahmen an der Bahnbrücke Anklam gut praktiziert. Wir rechnen damit, dass auch während der Bauarbeiten auf der A 20 alles reibungslos klappt“, sagte er.

Cornelia Meerkatz

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