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Greifswald Aktion gegen Vorurteile

Pommerscher Diakonieverein und soziale Vereine haben auf dem „Markt der Vielfalt“ für Inklusion geworben

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Vivian Lüth, Michelle Wendt, Alexandra Brüske, Celin Wolfgram und Maja Müller (v.l.nr.) aus dem Bereich Assistenz des Pommerschen Diakonievereins.

Greifswald. Der Pommersche Diakonieverein wollte am Mittwoch auf dem Markt „Vorurteile abbauen und Inklusion zeigen“, sagt Marco Laß (43), Leiter des Bereichs Arbeit. Der Verein bietet auch Pflege- und Assistenzleistungen an, über die informiert wurde.

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Pommerscher Diakonieverein und soziale Vereine haben auf dem „Markt der Vielfalt“ für Inklusion geworben

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Marco Laß kümmert sich darum, dass Menschen mit Behinderungen arbeiten können. „Ziel ist es, sie in sozialversicherungspflichtige Jobs zu bringen“, sagt er. Das gelang im letzten Jahr bei fünf Personen, die im Garten- und Landschaftsbau, im Servicebereich oder im Handwerk tätig sind. Das sei zwar die Minderheit. Aber auch die 500 Mitarbeiter mit Behinderung, die in der Käserei, der Wäscherei, der Nähwerkstatt oder einem anderen Bereich des Diakonievereins arbeiten, seien Beispiele für gelungene Inklusion. So wie im Restaurant „Lichtblick“: „Durch direkten Kontakt werden Vorurteile am besten abgebaut“, sagt Voß.

Michelle Wendt will irgendwann in einer eigenen Wohnung leben, momentan ist sie Klientin im ambulant betreuten Wohntraining der Diakonie. Dort wird sie auf ein eigenständiges Leben vorbereitet. „Noch habe ich etwas Angst vor zu vielen Menschen oder im Straßenverkehr, aber die baue ich langsam ab“, sagt sie. „Zum Beispiel, in dem ich meinen Freund mit zum Einkaufen nehme.“ In Greifswald können zehn Leute das Wohntraining absolvieren. Im dauerhaft betreuten Wohnen stehen 146 Plätze in Greifswald zur Verfügung.

Sonja Bade und Sylvi Tauber vom Verband für Behinderten- und Rehabilitationssport MV zeigte Interessierten auf einem Hindernisparcours, wie schwer Bewegung im Rollstuhl sein kann. Türen öffnen, über Kanten fahren, aber auch einen Basketball im Fahren zu werfen, wird noch schwerer, wenn die Umgebung nicht barrierfrei ist: „Kopfsteinpflaster mag für Fußgänger kein Problem sein, für Rollstuhlfahrer ist es eine Katastrophe“, sagt Sonja Bade, Badminton- und Basketballspielerin, die vor 20 Jahren mit dem Motorrad verunglückte. „Noch ist Greifswald nicht barrierfrei.“

Christopher Gottschalk

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