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Ostvorpommern Alte Obstbaumsorten für den Kirschenweg
Vorpommern Greifswald Ostvorpommern Alte Obstbaumsorten für den Kirschenweg
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00:05 27.10.2017
Die Mädchen und Jungen der Kita „Tausendfüßler“ in Karlsburg pflanzten gestern im Kirschenweg einen Obstbaum. Das Bäumchen ist von der alten Sorte Hauptmannsapfel. Quelle: Foto: Cornelia Meerkatz
Karlsburg

Die Mädchen und Jungen der Kita „Tausendfüßler“ strahlen: Seit gestern sind sie stolze Baumbesitzer. Gemeinsam machten sie sich schon am Morgen in den Kirschenweg auf, der nach Nepzin führt, um dort ihr Bäumchen zu pflanzen.

„„Wenn wir hier in Karlsburg alte, fast vergessene Obstsorten wieder wachsen lassen, ist das auch ein nachhaltiges Projekt für kommende Generationen.“Rolf Warkus, Bürgermeister

Baumpaten gesucht

50 Euro muss ein Baumpate pro Jahr investieren. Vermittelt und gepflanzt werden ausschließlich alte Sorten wie der Hauptmannsapfel, der Krummstiel, der Kaiser-Wilhelm-Apfel, Bütterns Rote Knorpelkirsche und die Austbeern-Birne.

Kontakt: ☎ 038 355 / 759912

www.kunstundnatur-steinfurth.de

Voller Energie setzten sie das Bäumchen zusammen mit Sebastian Weiland, dem Vorsitzenden des Vereins Kunst & Natur aus Steinfurth, in das vorbereitete Pflanzloch. Künftig wollen die Knirpse regelmäßig nach dem Baum schauen und ihn pflegen. „Auf diese Weise sehen sie, wie viel Mühe notwendig ist, damit aus einem dünnen Stämmchen ein Baum wird, der auch Früchte trägt“, sagt Kitaleiterin Dagmar Groth. Die zehn Erzieherinnen der Einrichtung hätten extra die Beschäftigung mit einheimischen Ressourcen – in diesem Fall Obst – als großes Projekt angelegt.

So gebe es in der Kita zum Thema „Apfel“ eine tolle Ausstellung, mit deren Hilfe die Kinder erfahren, woher die Äpfel kommen, was man aus ihnen machen kann und warum sie für die Gesundheit wichtig sind. „Wir haben im Frühjahr die Baumblüte beobachtet und auch gelernt, wie wichtig Bienen dabei sind. Auch Apfelsaft wurde gekostet. Und das Geld für den Apfelbaum – ausgewählt wurde eine alte Sorte, der Hauptmannsapfel – haben die Kinder zusammen mit ihren Erzieherinnen und den Eltern durch das Sammeln von Altpapier beschafft. Dass man zur Papierherstellung Holz, also Baumstämme, benötigt, wurde ebenfalls vermittelt. Diesen natürlichen Kreislauf der einheimischen Rohstoffe hätten die Mädchen und Jungen mit großer Wissbegierde aufgenommen.

Neben den Kitakindern gibt es weitere Baumpaten: den ehrenamtlichen Bürgermeister der Gemeinde Rolf Warkus (Kaiser-Wilhelm-Apfelbaum), Imker Achim Freyse (Büttners Rote Knorpelkirsche), den Inhaber des Multimarktes Karlsburg (Birne Austbeern) und die FINC Foundation Greifswald (Apfel Pommerscher Krummstiel).

Bei der Pflanzaktion war Rolf Warkus mit vor Ort. „Ich freue mich sehr über das Engagement des Steinfurther Vereins. Das belebt unsere Dorfgemeinschaft. Und wenn wir hier alte Obstsorten wieder wachsen lassen, ist das auch ein nachhaltiges Projekt für kommende Generationen“, begründet er seine Baumpatenschaft.

Die Pflanzaktion ist Teil des Streuobstprojektes des Vereins. „Wir hoffen sehr, dass die Einwohner durch uns angeregt werden, wieder mehr Bäume selber zu pflanzen und zu pflegen“, sagt Franziska Schwahn vom Verein. Gleichzeitig werden weitere Baumpaten gesucht, der Kirschenweg bietet noch viel Platz. Der Betrag von 50 Euro pro Jahr decke die Kosten der Anschaffung, Pflanzung und Anwuchspflege des Baumes.

Cornelia Meerkatz

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