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Ostvorpommern Alter Pfarrgarten ist nun Streuobstwiese
Vorpommern Greifswald Ostvorpommern Alter Pfarrgarten ist nun Streuobstwiese
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00:00 23.03.2017
Züssow

Obstbäume gab es im früheren Pfarrgarten von Ranzin auch schon. Doch nun sind es deutlich mehr. Mitglieder des Vereins „Kunst und Natur“ Steinfurth haben sie gepflanzt: alte und robuste Apfel- und Birnsorten, dazu einige Kirschsorten. Am Sonnabend kann sich jeder davon überzeugen. Ab 9.30 Uhr laden die Steinfurther zur Besichtigung ein. Ganz nebenbei wollen sie die vorhandenen Bäume pflegen und neue pflanzen.

Die Streuobstwiese von Ranzin ist Teil eines außerordentlichen Projektes, für das das Land 30000 Euro bewilligte: Seit August 2016 fahren die freiberuflichen Biologen Hanna und Alexander Hofstetter Ortschaft um Ortschaft ab. Stets auf der Suche nach Apfel, Birne oder Pflaume. Das Amt Züssow (390 Quadratkilometer, 15 Gemeinden) hat das Paar aus Hinrichshagen bei Greifswald inzwischen komplett gesichtet. Geschafft ist zudem ein großer Teil des Amtes Anklam-Land (531 Quadratkilometer, 18 Gemeinden).

„Wir wollen wissen, wie viel Obstgehölz es in unserer Region noch gibt und in welchem Zustand es ist“, erklärt Sebastian Weiland vom Projektverein „Kunst und Natur“ in Steinfurth die Absicht. Das Bestreben hat einen ernsten Hintergrund: Aus dem öffentlichen Raum verschwinden Apfel-, Birn- und Pflaumenbäume zunehmend. Sie werden gefällt, aber nicht ersetzt. „Das beunruhigt uns“, sagt Weiland.

„Wir befürchten, dass mit der Anzahl der Bäume auch die Vielfalt der Obstsorten in Vorpommern schwindet.“ Das wolle man verhindern.

Um das öffentliche Interesse für ihren Erhalt zu wecken, hat der Verein die Streuobstwiese im früheren Pfarrgarten von Ranzin angelegt. In den ersten zehn Jahren sei es zwingend, neu gepflanzte Bäume zu schneiden und anderweitig zu pflegen. Im Ergebnis könnten sie bis zu 100 Jahre tragen, erklärt Sebastian Weiland. Dem Hausgärtner nutzten alte Obstsorten mehr als neue. „Sie sind gesünder und widerstandfähiger gegen Krankheitserreger.“ Bestimmte Sorten könnten zudem lange gelagert werden.

jes

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