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Ostvorpommern Ampelkreuzung für Lubmin?
Vorpommern Greifswald Ostvorpommern Ampelkreuzung für Lubmin?
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00:00 03.09.2016

Der 58-jährige Mann aus Lingen in Niedersachsen hatte Glück im Unglück: Offenbar ohne zuvor nach links und rechts zu schauen, war der Mann am 2. Mai von Wusterhusen kommend einfach über die Kreuzung an der Ortseinfahrt Lubmin gefahren – und prompt von einem Auto erfasst worden. Geistesgegenwärtig rollte er sich über die Motorhaube des Pkw ab und verletzte sich nur leicht.

Wir sind für einen Kreisverkehr.“Marco Hanke, Vorsitzender des Tourismus- und Gewerbevereins Lubmin

Unfälle wie dieser seien typisch für den Schnittpunkt der Landesstraße 262 am Abzweig Lubmin, sagt Polizeisprecher Axel Falkenberg. Ursache sei zumeist, dass Leute die Vorfahrt nicht beachteten.

In der Seebadgemeinde ist das Problem längst bekannt. „Seit 20 Jahren reden wir hier immer wieder mal davon, den Kreuzungsverkehr mit einer Ampelanlage zu regeln“, weiß Doris Mattis, Vorsitzende des CDU-Gemeindeverbands und frühere Gemeindevertreterin. Als schließlich Kreisverkehre wieder in Mode kamen, hätten nicht wenige im Ort für einen Kreisel plädiert. Gebaut worden sei bislang weder das eine noch das andere.

Glaubt man Andreas Herold, Dezernent im Landes-Straßenbauamt Neustrelitz, wird die Angelegenheit „mit hoher Priorität bearbeitet“. Ohne einen Zeitraum zu benennen, kündigte Herold eine verkehrstechnische Untersuchung besagter Kreuzung an. „Danach werden wir entscheiden, welche Variante der Knotenpunktumgestaltung hier anzuwenden ist“, erklärte er und fügte hinzu: „Für die bauliche Umsetzung werden dann die Vorbereitungsarbeiten stattfinden, wie Vermessung, Baugrunduntersuchung, Entwurfsplanung, Abstimmungen, Grunderwerb und Ausschreibung.“ Wann Baubeginn sein kann, ließe sich jetzt noch nicht sagen.

Gemeindevertreter Frank Tornow (SPD) schwant nichts Gutes. Sollten sich Fachleute am Ende auf den Bau einer Ampelanlage an der Kreuzung einigen, drohe Lubmin so mancher Stau. „Der meiste Verkehr in das und aus dem Seebad rollt über diese Kreuzung. Sie ist im Grunde die einzige Ortszu- und -ausfahrt.“ Würde die Kreuzung mit Ampeln versehen, käme es in Verkehrsspitzenzeiten zu Rückstaus, sowohl im Ort als auch auf der Landesstraße, warnt Tornow. Am Donnerstag wies er auch Verkehrsminister Christian Pegel (SPD) darauf hin. Der war, zwei Tage vor der morgigen Landtagswahl, nach Lubmin gekommen, um einen Radweg einzuweihen.

Gegen eine Ampelanlage sprach sich gestern auch der Vorsitzende des Lubminer Tourismus- und Gewerbevereins, Marco Hanke, aus. „Unsere Vereinsmitglieder haben mehrfach über das Thema gesprochen und sind eindeutig für einen Kreisverkehr.“ Eine Ampelanlage, gibt auch Hanke zu bedenken, würde zu bestimmten Zeiten Staus verursachen. Zudem müsse sie regelmäßig gewartet werden, was Kosten verursache.

Ein Kreisverkehr sei möglicherweise nicht sicher genug für die Kinder, die die Schulen in Lubmin bzw. Wusterhusen besuchen und die nur knapp zwei Kilometer lange Strecke mit dem Rad fahren, gibt Axel Falkenberg zu bedenken. Schon deshalb würden Behörden zum Bau einer Ampelanlage neigen.

Sven Jeske

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