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Ostvorpommern Amt bereitet Schulsanierung vor
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10:30 04.01.2018
Die Grundschule „Fritz Reuter“ in Kemnitz soll in den kommenden Jahren komplett saniert oder sogar neu gebaut werden. Quelle: Foto: Cornelia Meerkatz
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Lubmin

Die Schulen in Kemnitz und Lubmin, die sich in Trägerschaft des Amtes Lubmin befinden, erhalten in diesem Jahr viel Geld. Das hat der Amtsausschuss, dem zehn Gemeinden angehören, noch im Dezember einstimmig beschlossen.

Für die Grundschule in Kemnitz ist auch ein Neubau denkbar

Wie Verwaltungschefin Astrid Holzhüter sagte, stehe die Grundschule „Fritz Reuter“ in Kemnitz vor einer grundhaften Sanierung im Jahr 2020. „Allerdings ist auch ein Neubau denkbar. Wir haben deshalb in diesem Jahr über 30000 Euro in den Amtshaushalt für Planungsleistungen eingestellt“, sagt sie. Es müsse von Fachleuten geprüft werden, ob Sanierung und Umbau das beste Ergebnis für die Lernbedingungen der Grundschüler bringen oder ob tatsächlich über Abriss und Neubau nachgedacht werden müsse. „Fakt ist, das Gebäude ist alt und entspricht nicht mehr den Anforderungen an eine moderne Grundschule. Wir sind im Zugzwang“, so Holzhüter. Die Kemnitzer Grundschule besuchen in diesem Schuljahr 117 Kinder. Die Gemeinden zahlen für den Betrieb der Schule monatlich pro Schüler 139 Euro – im zurückliegenden Jahr waren es noch 180 Euro.

Auch für die Realschule „Am Teufelstein“ wurde Geld in den Haushalt eingestellt. Die Unterhaltung der Gebäude und die Reinigung jener Fassadenbereiche, die durch die hohen Kiefern vom Moosbewuchs befallen sind, kosten 60000 Euro. Für Investitionen, so für die Anschaffung von Sportgeräten und eines Servers, stehen insgesamt 25000 Euro zur Verfügung. Derzeit lernen 166 Realschüler in Lubmin. Die Amtsgemeinden zahlen pro Monat und Schüler 182 Euro ans Amt. „Die Gelder für die beiden Amtsschulen sind gut angelegtes Geld, investieren wir doch damit in unsere Zukunft“, sagte dazu Amtsvorsteher Norbert Labahn. Allerdings müsse gerade bei der Grundschule Kemnitz gesehen werden, dass über Jahre schon viel Geld in das Gebäude geflossen ist, aber nicht den gewünschten Effekt gebracht hat. „Da muss bis 2020 wirklich etwas Grundsätzliches für die Grundschüler passieren“, so Norbert Labahn.

Doch nicht nur die Schulen wurden in dem einstimmig verabschiedeten Amtshaushalt bedacht. „Wir waren uns alle einig, dass wir in diesem Jahr mehr Geld fürs Personal in die Hand nehmen müssen“, sagt Labahn und meint damit eventuelle Tariferhöhungen, da der bisherige Tarifvertrag in diesem Jahr ausläuft. Außerdem wurde ein weiterer Azubi eingestellt, sodass im Amt Lubmin nunmehr vier Auszubildende lernen – jeweils einer im dritten und zweiten Lehrjahr und zwei im ersten. „Wenn wir uns nicht schon jetzt um den Berufsnachwuchs kümmern, haben in einigen Jahren andere Ämter die Nase vorn“, weiß Labahn. Nach seinen Worten würde man bei der Einstellung von neuem Personal auf Qualität, sprich auf gut ausgebildete Leute setzen und diese auch gut entlohnen wollen. „Aber es ist nicht leicht, qualifiziertes Fachpersonal zu bekommen. Deshalb bilden wir lieber selbst aus“, begründet er den vierten Lehrling. Eingeplant sind auch 30000 Euro für die Unterhaltung des Amtsgebäudes.

Die Umlage wird in diesem Jahr im Amt Lubmin 13,3 Prozent betragen, das sind 65400 Euro mehr als 2017. Gründe für die Erhöhung um 1,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr seien vor allem gestiegene Betriebskosten für Strom, Wasser und die Reinigung. „Dennoch lassen wir den Gemeinden mit der festgelegten Höhe der Amtsumlage noch genügend Spielraum für die Pflichtaufgaben und notwendige Investitionen. „Im Vergleich zu anderen Ämtern oder gar zum Kreis, wo weit über 40 Prozent Kreisumlage fällig werden, ist das hier ein Klacks und kann überall gestemmt werden“, betont der Amtsvorsteher.

Insgesamt umfasst der Amtshaushalt 5,5 Millionen Euro.

Cornelia Meerkatz

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