Menü
Ostsee Zeitung | Ihre Zeitung aus Mecklenburg-Vorpommern
Anmelden
Ostvorpommern An’n Fräden
Vorpommern Greifswald Ostvorpommern An’n Fräden
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:00 07.10.2017

Ik heff een Gedicht vun Karl Wilhelm Ramler (1725-1798) funnen. „An den Frieden“ hett mi so tausecht, dat ik doröver schrieben will.

Ramler wier in siene Tiet een bekannter Mann un höll Fründschaft mit Gotthold Ephraim Lessing. Von 1780 bet 1796 wier de Berliner Uplärer un Schrieversmann Baas von dat Königliche Nationaltheater in Berlin. In sien Gedicht „An den Fräden“ stellt hei an’n Anfang dei Fraach: „Wo bist du hingeflohen, geliebter Friede?“ Hei wier twors ok een Anhänger von Friedrich den Grooten, „över hei sähnte sik ok na een friedliches Läben.“

Ramler wieder: „Hast du dich, der Ungerechtigkeiten müde, ganz von der Erde weggewandt?“ Denn will he weeten, ob dei Fräden noch irgendwie up dei Ierd wahnt, verstäkt in dei Klippen, wo dat keene Missedäter un Wucherer gifft. Tauletzt föddert he den Fräden up, dat hei „mit söbenfacher Kett up ewig dei Frädensverdarver an’t Höllenduur fastbind’t“.

Dat klingt twors sihr gefäuhlvull, dröppt över dat, wat ok hüüt noch tellt, wiel „unse Welt“ ut dei Fugen geraden is. Nich bloots, dat väl Krieg is, ok dei Moral von dei Minschen hett eenen Deipstand erreikt. Wenn Deiw so driest worden sünd, dat sei in Hüüser instiegen, wo dei Bewahner tau eene Truurfier afwäsend sünd, wenn sei in Krankenhüüser nachts dei Patienten beklaun, denn is dat kuum noch tau överbeiden. Dei Sensationsgier geiht sowiet, dat bi Unfäll un Bränden dei Rettungskräfte bloots mit Mäuh an den Unfall kamen, wiel Gaffer dei Tauwääch blockieren. Stroofen sünd ok keene Lösung, denn nich eis dei schrecken af.

Unse moralische un politische Welt steih up dei Waag. Wi mööten hinnern, dat dei negative Siet nich deiper un deiper sinkt.

OZ

Schulen arbeiten an Konzepten für den Weg in den digitalen Unterricht

07.10.2017

Irischer Tanz: Gruppe in Greifswald sucht Verstärkung / Steppen auch möglich

06.10.2017

Greifvocal stimmte Musik der Reformation an

06.10.2017