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Arbeiterwohlfahrt Uecker-Randow verlangt Wuchermieten von Flüchtlingen

Greifswald Arbeiterwohlfahrt Uecker-Randow verlangt Wuchermieten von Flüchtlingen

In Plöwen bei Löcknitz sollen anerkannte Asylbewerber fast 600 Euro für einen Schlafplatz zahlen / Beim Landkreis reagiert man entsetzt

Greifswald. Die Arbeiterwohlfahrt Uecker-Randow (Awo) hat an mehrere anerkannte Asylbewerber offenbar Unterkünfte zu Wucherpreisen vermietet: Demnach mussten Flüchtlinge im vergangenen Monat fast 600 Euro für einen Schlafplatz in einem Vier-Mann-Zimmer bezahlen. Sie hatten nach ihrem erfolgreichen Asylverfahren nicht schnell genug eine eigene Wohnung gefunden und mussten deshalb auf eigene Rechnung in ihrer bisherigen Sammelunterkunft bleiben.

Ereignet haben sich die Vorfälle in Plöwen bei Löcknitz, wo die Awo Uecker-Randow ein Jugendferienlager betreibt. Ihr Geschäftsführer Wolfgang Grams bestreitet, dass die Zuwanderer 590,60 Euro für „einen Bettenplatz im Mehrbettzimmer“ und die Nutzung der „Gemeinschaftssanitäranlagen sowie Freizeiträume2 zahlen sollen. Der ehrenamtliche Awo-Kreisvorsitzende, der SPD-Landtagsabgeordnete Heinz Müller, hingegen bestätigt die Existenz der mit neun anerkannten Flüchtlingen geschlossenen Nutzungsverträge. Die von den betreffenden Flüchtlingen zu zahlende Miete betreffe nicht allein die Unterkunft, sondern auch ihre Betreuung. In einem der OZ vorliegenden Vertrag zwischen der gGmbH und einem Syrer taucht das Wort „Betreuung“ kein einziges Mal auf:

Stattdessen ist in dem zweiseitigen Papier ein monatliches „Nutzungsentgelt“ von 527 Euro genannt; zusätzlich berechnet das Jugendferienlager Nebenkosten von 63,60 Euro - als „Kosten für Wohnen/Energie/Instandhaltung“. Laut Müller hat kein Asylbewerber das Geld selbst bezahlt. Das habe das Jobcenter übernommen und damit die Allgemeinheit. Denn das zuständige Jobcenter in Pasewalk wird gemeinsam von der Arbeitsagentur und dem Landkreis Vorpommern-Greifswald getragen. Dort ist man entsetzt und „prüft Konsequenzen“, wie Landrätin Barbara Syrbe (Die Linke) betonte. In einem ersten Schritt habe sie „das Jobcenter aufgefordert, keine weiteren derartigen Verträge zu akzeptieren“.

 



Siegfried Denzel

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