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Ostvorpommern Bäume säumen jetzt neuen Radweg
Vorpommern Greifswald Ostvorpommern Bäume säumen jetzt neuen Radweg
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07:46 16.05.2017
Beidseits des neuen Radweges wurden 400 Bäume gepflanzt. Maria und Peter Peters aus Rheda-Wiedenbrück gefällt es. Quelle: Foto: Cornelia Meerkatz

Zwei Jahre nach der Fertigstellung des neuen Radweges zwischen Vierow und Lubmin entlang der Landesstraße 262 hat das Land als Bauherr ein weiteres Versprechen eingelöst: Auf dem zweieinhalb Kilometer langen Abschnitt wurden in diesem Frühjahr im Auftrag des Straßenbauamtes Neustrelitz 392 hochstämmige Bäume beidseits der Straße gepflanzt. Die Kosten dafür betragen 120000 Euro, die das Land MV trägt.

Wie der Leiter des Straßenbauamtes, Dr. Andreas Herold, mitteilte, sei die Baumpflanzung eine Kompensationsmaßnahme für andernorts gefällte Alleebäume. Die Anklamer Landschaftsbau & Kommunalservice GmbH, die im Rahmen einer Ausschreibung für die Arbeiten den Zuschlag erhielt, pflanzte hauptsächlich Spitzahorn der Sorten „Cleveland“ und „Royal Red“. Es kamen zudem Silberlinden, schmalkronige Mehlbeeren, echter Rotdorn und Säuleneichen in die Erde. „Nach Ablauf einer dreijährigen Fertigstellungs- und Entwicklungspflege, die durch den Auftragnehmer geleistet wird, gehen die Bäume in die Unterhaltungspflicht des Straßenbauamtes Neustrelitz über“, sagt Herold.

Der 2015 entstandene Radweg schloss endlich die Lücke im Wegenetz zwischen Greifswald und dem Seebad. Da er am Lubminer Wohngebiet Teufelstein endete, beabsichtigte das Land, ihn bis zur offiziellen Ortseinfahrt Lubmin zu verlängern. Im vergangenen August wurde dann auch der 1,4 Kilometer lange Abschnitt zwischen dem Wohngebiet und der Ortseinfahrt Lubmin eingeweiht.

Seit der Inbetriebnahme wird der Radweg sowohl von vielen Urlaubern als auch von Einheimischen genutzt. Anna und Waldemar Wolf aus Nordrhein-Westfalen machen gerade eine Woche Urlaub in Freest und waren auch mehrfach auf dem Radweg unterwegs. „Das ist eine tolle und vor allem sichere Verbindung“, loben sie. Nicht überall hätten sie während ihres Urlaubs Radwege in so gutem Zustand vorgefunden, wie hier“, fügen sie an. Durchschnittlich mehr als 6000 Kraftfahrzeuge täglich ermittelten Fachleute auf dem Straßenabschnitt zwischen Vierow und Lubmin. Der neue Radweg trägt nach Aussage des zuständigen Ministeriums definitiv zu einer höheren Verkehrssicherheit bei. Gut eine dreiviertel Million Euro hat das Land investiert, um diesen Abschnitt bauen zu lassen. Der 2,50 Meter breite und asphaltierte Radweg verläuft entlang der nördlichen Seite der Landesstraße – nun komplettiert durch die fast 400 Hochstämme beidseitig der Straße.

Von einem Radweg entlang der Landesstraße träumten Lubminer bereits in den 1990er Jahren. Im Gespräch war nach Aussage des früheren Seebad-Bürgermeister und heutigen CDU-Bundestagsabgeordneten Matthias Lietz ein Küstenradweg. Weil die EU das Vogelschutzgebiet „Greifswalder Bodden“ auswies, war der Plan hinfällig. Unterdessen hegt Lubmins Bürgermeister Axel Vogt (CDU) noch immer die Hoffnung, dass eines Tages ein Radweg von Brünzow nach Vierow hinzukommt und man so ohne Umwege direkt von Greifswald nach Lubmin radeln kann.

So radelt’s sich leicht

Jetzt kommen Radler auf diesen Wegen ins Seebad:

Von Greifswald verläuft ein Radweg bis hinter Kemnitz. Von dort gelangen Radler über Neuendorf auf einem Radweg bis Loissin und weiter auf einer wenig befahrenen Asphaltstraße nach Gahlkow. Von Gahlkow wiederum führt ein guter Weg bis Vierow, wo der neue Radweg beginnt, der nach Lubmin verläuft.

Cornelia Meerkatz

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