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Behrenhoff: Kirche im Oktober fertig

Behrenhoff Behrenhoff: Kirche im Oktober fertig

Sitzheizung, Lautsprecher, Beleuchtung: Gotteshaus wird moderner und soll ganzjährig nutzbar sein

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Die Decke erstrahlt wieder in historischer Ästhetik.

Behrenhoff. Gute Nachrichten für die Kirchgänger in Behrenhoff und Umgebung: Am zweiten Oktoberwochenende soll die Wiedereinweihung des örtlichen Gotteshauses gefeiert werden, kündigt Pastor Hans-Joachim Jeromin an. „Wir wollen 2017 dafür sorgen, dass das Gebäude ganzjährig nutzbar ist“, sagt er. Dazu gehören die Installation einer Sitzheizung, einer Lautsprecheranlage und die Beleuchtung. „Leider fördert die Deutsche Stiftung Denkmalschutz solche Arbeiten nicht“, bedauert Jeromin. „Dabei ist gerade Licht für die Inszenierung von Denkmalen wichtig.“

OZ-Bild

Sitzheizung, Lautsprecher, Beleuchtung: Gotteshaus wird moderner und soll ganzjährig nutzbar sein

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Andererseits hilft die Stiftung auch in diesem Jahr wieder bei der Sanierung des vor allem wegen seiner Wandmalerei deutschlandweit bekannten Gotteshauses. Es ist der vierte Bauabschnitt der Sanierung, bei der die Kirche vor dem absehbaren Verfall gerettet wurde (die OZ berichtete). Zu den Arbeiten 2017 gehört die Ergänzung von Putz. Gerade beendet seien Arbeiten an Fenstern und am nördlichen, äußeren Mauerwerk.

„Die neugotische Holzausstattung wird jetzt wieder eingebaut“, so Jeromin. Restauriert werde sie allerdings nicht. Zu der Ausstattung gehören der Altaraufsatz, die Kanzel, die Taufe, das Gestühl und die Westempore. Dafür sorgten 1857/58 die Patrone, die Grafen von Behr. Die Leitung der damaligen Restaurierung hatte der Berliner Architekt Theodor Prüfer. Er war auch anderweitig in der Region aktiv. Zum Beispiel ist er der Architekt der Kirche in Stolpe, die an die Christianisierung Pommerns erinnert. Aus dieser Zeit stammen auch die Behrenhoffer Orgel und die gusseisernen Rahmen der Fenster. Damals wurde dem Zeitgeschmack entsprechend der barocke Altaraufsatz aus der Zeit um 1700 abgebaut.

„Es gibt auch noch Reste dieser Ausstattung. Behrenhoff hieß damals noch Busdorf“, so Jeromin. Es sind Skulpturen des Altars. Dazu gehörten Figuren wie ein „Gloriaengel“, die früher an den Wänden hingen oder in Nischen standen. Die barocken Teile sind aber nicht Gegenstand der laufenden Arbeiten. Alles in allem würden der vierte Sanierungsabschnitt dieses Jahres etwa 18000 Euro kosten, schätzt der Pastor ein.

„Die Idee, einen Anbau zu errichten, bleibt bestehen“, so der Pfarrer. Er soll später für Gemeindeveranstaltungen genutzt werden. Die finden seit geraumer Zeit in einer Baracke am Sportplatz statt.

Ihr altes Pfarrhaus hatte die Gemeinde nach andauerndem Leerstand an einen Landwirt verkauft. Der Kirchenanbau könnte laut Jeromin an einer Stelle an der Kirchennordseite erfolgen, an der früher mal ein Seitenschiff stand. Hier könnten auch weltliche Bestattungen stattfinden. Wann der Anbau kommt, sei unklar. „2017 geht es um einen nutzbaren Zwischenzustand der Kirche“, fasst Jeromin zusammen.

Keine aktuelle Lösung gibt es auch für das Erbbegräbnis der Behrs von Behrenhoff an der Kirche. Diese Linie des weitverzweigten Adelsgeschlechts ist ausgestorben. Die nächsten Verwandten sind wohl die Behr-Negendanks, die im Raum Semlow-Eixen (heute Landkreis Vorpommern-Rügen) ihre Güter hatten. Pastor Jeromin macht sich Gedanken, wie die historisch bedeutsame Gedenkstätte – die Behrs stellten beispielsweise Landräte des Kreises Greifswald – erhalten werden könnte. Näheres zu sagen, sei noch zu früh.

Eckhard Oberdörfer

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